Freitag, 25.05.2007 10:30

Arena verhagelt das Ergebnis von Unitymedia

aus dem Bereich Sonstiges
Der Kabelriese Unitymedia, der Anfang der Woche bekannt gab, die Marken ish, iesy und Tele Columbus West unter dem eigenen Dach zu vereinen, hat das erste Quartal durchwachsen abgeschlossen. Zwar konnte der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (ARPU) deutlich gesteigert werden, die Zahl klassischer Kabelanschlüsse ging aber einmal mehr zurück. Und auch der eigene Pay-TV-Sender arena konnte die Kundenzahl im Vergleich zum Jahresende nur minimal steigern.

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Kundenzahl insgesamt rückläufig

Insgesamt 4,89 Millionen Kabelkunden konnte Unitymedia Ende März zählen. Ende März vergangenen Jahres betrug die Kundenzahl noch 4,93 Millionen. Den leichten Kundenrückgang wird der Konzern aber verschmerzen können, da die Zahl derjenigen Kunden, die kostenpflichtige Zusatzdienste gebucht haben, weiter gesteigert werden konnte.

So nutzen inzwischen 491.600 Unitymedia-Kunden ein digitales Kabelpaket. Ein Jahr zuvor waren es nur 140.100. Ebenso deutlich stieg die Zahl der Kunden an, die über das Kabelnetz auf das Internet zugreifen beziehungsweise telefonieren. Insgesamt 150.700 Internet- und 78.900 Telefon-Kunden konnten Ende März verzeichnet werden. Im Vorjahr waren es nur 42.300 Internet- und 19.600 Telefon-Kunden.

Der hohe Zuwachs an Kunden mit Zusatzpaketen hat zur Folge, dass der ARPU spürbar in die Höhe schnellte. Lag er Ende März 2006 noch bei 7,90 Euro, waren es ein Jahr später 10,80 Euro. Das hat auch zur Folge, dass der Gesamtumsatz auf 218,4 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Am Ende zählt jedoch das Ergebnis unter dem Strich und das ist wegen tiefroter Zahlen wenig erfreulich. In den ersten drei Monaten des Jahres machte Unitymedia ein Verlust von rund 74 Millionen Euro. Allein machte vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einen Verlust von 58 Millionen Euro.

Arena wächst nur langsam

Deutlich langsamer als erhofft wächst arena bei den Kundenzahlen. Ende März verfolgten nach eigenen Angaben 1,1 Millionen Abonnenten die Spiele der 1. und 2. Bundesliga. Ende des Jahres waren es 1,03 Millionen. Dabei entfielen 743.500 Kunden auf das Kabelgeschäft, 352.700 nutzten zum Empfang eine Satellitenanlage. Die Zahl derjenigen arena-Kunden, die das Programm über Premiere empfangen, kommunizierte Unitymedia nicht.
Hayo Lücke
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