Donnerstag, 24.05.2007 00:01

Motorola will Handys mit Solarenergie versorgen

aus dem Bereich Mobilfunk
Erneuerbare Energien spielen auch bei der Versorgung von mobilen Endgeräten eine immer größere Rolle. Wie der finnische Mobilfunkhersteller Nokia kürzlich wissen ließ, werden durch volle Handy-Akkus enorme Energiemengen verschwendet. Passend dazu flatterte am vergangenen Montag eine Patentanmeldung des US-amerikanischen Mitbewerbers Motorola für solarbetriebene LC-Displays auf den Tisch.

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Handy-Display auf Solarzellen

Die Pläne sehen vor, die Solarzellen unauffällig hinter dem Handydisplay zu verbauen. Dieser Punkt war in der Forschungsarbeit bislang die größte Herausforderung. Denn Handy-Displays sind nicht lichtdurchlässig genug. Dieses Problem wurde mit so genannten cholesterischen Flüssigkristallen weitgehend gelöst. War bisher eine Durchlässigkeit von sechs Prozent zu verzeichnen, sind es mit dem neuen Baustoff etwa 75 Prozent.

Die Sonneneinstrahlung wird damit zur Energieversorgung von Handys, aber auch anderen mobilen Endgeräten eingesetzt. Motorola will seine Entwicklungsarbeit ausdehnen, um möglichst bald nicht nur das Display, sondern auch den gesamten Akku mit Solarenergie aufzuladen. Damit könnten die lästigen Aufladegeräte der Vergangenheit angehören.

Weiterhin tüfteln die Techniker daran, das einfallende Licht auch in herkömmlichen LC-Bildschirmen besser zu den Solarzellen zu leiten. Dabei werden Reflektoren genutzt, die nur eine bestimmte Farbe zurückwerfen. Bei einem blauen Display beispielsweise wird nur die Farbe Blau reflektiert. Die restlichen Farben werden zu den Solarzellen durchgelassen. Mit dieser Methode wird laut Motorola aber nur eine Lichtdurchlässigkeit von 30 Prozent erreicht.

Kostengünstiger als die Konkurrenz

Mit dem Patentantrag legt Motorola nach eigenen Darstellungen ein im Vergleich zu den Mitbewerbern kostengünstigeres und effizienteres Konzept für die Nutzung von Solarenergie vor. Wann es erste Solar-Handys im Handel geben wird, ist aber noch offen.
Stefan Hagedorn
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