An den Anbietern von
Voice over IP (VoIP) geht der harte Wettbewerb nicht spurlos vorbei. Während in den USA der Markt für die Internet-Telefonie in den kommenden fünf Jahren deutlich wachsen soll, sind die Zukunftsaussichten für die Pioniere der Internet-Telefonie mehr als düster. Klassischen Anbietern wie
Skype oder Vonage soll mittelfristig das Aus drohen. Diese Meinung vertritt zumindest das Marktforschungsinstitut Jupiter Research.
Existenz-Probleme für Skype
Grund für die erwarteten Probleme ist die Marktdominanz der alternativen Anbieter von Breitband-Internetzugängen. Die Kabelnetzbetreiber setzen beispielsweise ihre Expansionsstrategie konsequent fort und senden damit deutliche Signale. Gleichzeitig werden die klassischen VoIP-Anbieter dadurch in Gefahr gebracht. Vor allem Engpässe bei Breitbandverbindungen und Einbußen in der Sprachqualität machen Skype und Co. zu schaffen, berichtet die Nachrichtenagentur pte.
Erbitterter Preiskampf
Der Grund: Im Preiskampf werden immer günstigere Pakete geschnürt, die den Pionieren des VoIP-Markts mittelfristig die Luft abdrücken. Die von Skype und Co. aus regulatorischen Gründen und zur Kostendeckung erhobenen Gebühren können in diesem ungleichen Wettbewerb nicht mithalten. "Die günstigen Tarife und der große Kundenpool sind ein Pfund, mit dem die Kabelanbieter zu wuchern wissen", sagte Jajah-Sprecher Markus Rumer gegenüber pte.
Ein guter Service und eine hohe Zuverlässigkeit sprechen ebenfalls für die Kabelnetzanbetreiber. Mehr als 71 Prozent des VoIP-Kuchens fällt bereits heute den Kabelanbietern zu. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 3,6 Millionen neuen Kunden für Internet-Telefonie gewonnen. Zahlen, von denen die Mitbewerber hierzulande nur träumen können.
Stefan Hagedorn