Während Triple Play-Angebote im Kabelnetz nach wie vor einen schweren Stand haben, ist die Begeisterung für das digitale Fernsehen aus der Kabeldose ungebrochen. Die Zahl der digitalen Kabelhaushalte stieg nach Angaben des
Deutschen Kabelverbandes innerhalb der letzten 15 Monate auf 3,3 Millionen und wird damit von mehr Zuschauern genutzt als das so genannte "Überallfernsehen" DVB-T.
Kabel holt DVB-T ein
Nach Angaben des Deutschen Kabelverbandes,
Kabel Deutschland,
Unity Media und
Kabel BW erhöhte sich die Zahl der digitalen Kabelgucker um fast eine Million auf 3,3 Million Haushalte. Das entspricht einer Steigerung von satten 44 Prozent. Der in vielen Regionen vorangetriebene Ausbau des Kabelnetzes, der Kapazitäten für neue Angebote schafft, sowie fallende Preise der zum Empfang erforderlichen Set-Top-Boxen werden als Hauptgründe für das Wachstum ausgemacht.
Einen weiteren Schub hat das digitale
Kabelfernsehen durch die Simulcast-Ausstrahlung von analogen Free-TV Programmen erhalten. Die Einspeisung von zusätzlichen Programmangeboten, die ansonsten gar nicht im Kabel vertreten waren, sorgt zusätzlich für eine wachsende Popularität. Künftig wollen sich die Kabelnetzbetreiber auf einen Ausbau der Pay-TV und Video-on-Demand Angebote konzentrieren. Auch das hochauflösende Fernsehen HDTV soll eine immer größere Rolle spielen.