Die frische Frühlingsluft treibt den finnischen Mobilfunkspezialisten
Nokia zu innovativen Höhenflügen. Wurde erst kürzlich eine neue Funktion zur Warnung vor
vollen Handy-Akkus erfunden, will Nokia nun auch vor drohenden Unwettern warnen. Ein entsprechendes Patent wurde bei den US-Behörden bereits angemeldet.
Warnsystem für Blitzeinschläge
Nicht nur für Urlauber birgt ein plötzliches Unwetter Gefahren. Auch für Sportler und andere Personen, die sich unter freiem Himmel aufhalten, ist das Warnsystem für Gewitterfronten interessant.
Die in Mobiltelefonen eingebauten Empfänger, beispielsweise für Bluetooth, WLAN, FM-Radio oder GSM, sind in der Lage, die bei nahenden Unwettern ausgesendeten elektromagnetischen Wellen zu registrieren.
Die Wellen werden je nach Intensität und Entfernung im Bereich von zehn Hertz bis fünf Gigahertz ausgesendet. Mittelpunkt der Nokia-Innovation ist die Erfindung einer Methode zur Ermittlung der gefährlichen Blitzeinschläge. Zur Absicherung der erfassten Daten soll der Blitzdetektor jeweils zwei verschiedene Frequenzbänder beziehungsweise Übertragungskanäle abfragen. Mindestens einer wird normalerweise in erster Linie für die reguläre Telekommunikation eingesetzt.
Aufmerksame Radiohörer können auch ohne Spezialtechnik die durch Blitzeinschläge ausgelösten Impulswellen über ein herkömmliches Radio oftmals als Knistern wahrnehmen, wobei das UKW (FM)-Frequenzband gegen solche Störeinflüsse als recht robust gilt. Blitzeinschläge im Umkreis von mehreren Kilometern um das Zentrum des Unwetters sind keine Seltenheit, lassen sich aber bislang kaum vorhersagen. Daher hat jede Prognose über die Gefahr von entstehenden Unwettern, auch wenn diese nur kurzfristig abgegeben werden kann, einen innovativen Charakter. Wann die neue Technik die Marktreife erreicht hat, ist aber noch unklar.