Samstag, 19.05.2007 13:43

9,5 Millionen US-Dollar für Porno-Domain

aus dem Bereich WebHosting
Die bislang größte Bar-Transaktion beim Domain-Handel in der Geschichte des Internets ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Für 9,5 Millionen US-Dollar wechselte die Domain porn.com ihren Besitzer. Der Verkauf wurde durch den Domain-Dienstleister Moniker abgewickelt.

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Neuer porn.com-Besitzer

Der Domainname porn.com wurde an die Internetmedien- und Investmentfirma MXN Ltd. für mehr als 9,5 Millionen US-Dollar veräußert. Weitere Einzelheiten der Transaktion wurden nicht veröffentlicht. Der bislang größte Verkauf fand Anfang 2005 statt, als die Domain sex.com während einer privaten Veräußerung für zwölf Millionen US-Dollar in bar und Aktien den Besitzer wechselte.

Auf einer in den USA beliebten Live-Auktion, die im März in Las Vegas stattfand, erreichten die Gebote für den Domainnamen eine Höhe von etwa sieben Millionen US-Dollar. Moniker hatte sich seither um eine Vermittlung beim Verkauf von sex.com intensiv bemüht. Welche Inhalte künftig auf dieser Website präsentiert werden sollen, steht derzeit noch nicht fest.

wallstreet.com durchbrach Millionen Dollar-Grenze

Moniker hat sich durch vermittelnde Unterstützung im Domain-Verkauf in den letzten Jahren einen Namen gemacht. So wurde beispielsweise beim Verkauf der Domain cameras.com vermittelt, die im vergangenen Jahr für 1,5 Millionen Dollar über den virtuellen Ladentisch ging. Ferner hat Moniker den Verkauf von wallstreet.com abgewickelt, der erstmals die magische Grenze von einer Million US-Dollar durchbrochen hat. Mit autos.com war das Unternehmen auch bei der Transaktion der ersten Domain, die mehr als zwei Millionen US-Dollar eingebracht hat, beteiligt.

Vom 19. bis 22. Juni findet die nächste öffentliche Großauktion statt, diesmal in New York. Bei der bisher größten Live-Auktion von Internet Domain-Namen stehen diesmal beispielsweise DSL.com, student.com, naked.com, scotland.com, union.com und musicians.com zum Verkauf. Ob bei diesen Domains auch wieder Erlöse im zweistelligen Millionen-Bereich verbucht werden können, darf allerdings bezweifelt werden.
Stefan Hagedorn
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