Der Ausbau des neuen Breitband-Netzes war teuer. Nachdem der Kölner Netzbetreiber QSC jahrelang Verluste schrieb, soll sich das eigene Netz nun endlich rechnen. Die Zeichen stehen gut: QSC hat im ersten Quartal schwarze Zahlen geschrieben. Vor allem höhere Umsätze bei den Geschäftskunden und das gut laufende Geschäft mit den Vertriebspartnern trugen dazu bei.
Vom Minus ins Plus
In den ersten drei Monaten dieses Jahres legte der Gewinn auf 1,1 Millionen Euro zu. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum schrieb das Unternehmen noch einen Verlust von drei Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug zwischen Januar und März 8,9 Millionen Euro nach 2,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung von satten 271 Prozent.
Der Umsatz des Unternehmens stieg im ersten Quartal 2007 um 41 Prozent auf 76,8 Millionen Euro. 82 Prozent davon wurden mit Großkunden, Geschäftskunden und Wiederverkäufern erwirtschaftet. Besonders hohe Umsatzzuwächse erzielte QSC insbesondere im Wholesale-Geschäft mit Partnern wie Hansenet und Freenet. Der Umsatz in diesem Segment verdreifachte sich im Vergleich zum ersten Quartal vergangenen Jahres auf 23,5 Millionen Euro.
Bundesweites Netz
Der Netzausbau ist aber noch nicht beendet. Bis zur Jahresmitte will QSC nach eigenen Angaben über ein bundesweites DSL-Netz mit rund 1.500 Hauptverteilern verfügen, bis Jahresende ist ein Ausbau auf knapp 2.000 Hauptverteiler geplant. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden 10,6 Millionen Euro investiert, gegenüber 7,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Netzausbau ist aber durch eine Kapitaleinlage in Höhe von 50 Millionen Euro des Plusnet-Mitgesellschafters Tele2 bereits vollständig finanziert.
"Der planmäßige Netzausbau und die Konzentration auf margenstarkes Wachstum ermöglichen es uns, im laufenden Geschäftsjahr von Quartal zu Quartal unsere Profitabilität zu steigern", verkündete QSC-Vorstandsvorsitzender Bernd Schlobohm. Das Unternehmen ist optimistisch, am Jahresende weiter schwarze Zahlen zu schreiben. Bei einem Umsatz von mehr als 350 Millionen Euro plant QSC ein positives Konzernergebnis in Höhe von 15 bis 25 Millionen Euro.