Der Flahspeicher-Experte
Sandisk und der Software-Gigant
Microsoft wollen bei der Entwicklung einer neuen Generation von USB-Laufwerken zusammenarbeiten. Gesucht wird nicht weniger als ein Nachfolger für den derzeitigen Speicherstandard U3. Die noch namenlose Spezifikation soll es möglich machen, den personalisierten Desktop inklusive Anwendungen und Daten immer in der Hosentasche bei sich zu tragen. Zusätzliche Sicherheitsfeatures sollen das neue Produkt abrunden. Bei der Entwicklung teilen sich beide Unternehmen die Arbeit: Sandisk kümmert sich um die Hardware, Microsoft ist für die Software zuständig.
Das private Büro immer dabei
Es ist schon lange gängige Praxis, den bevorzugten Browser wie Firefox oder auch OpenOffice von einem USB-Stick aus zu starten. Dies könnte künftig auch mit Software aus dem Hause Microsoft möglich werden. Mit der neuen Technik kann der Nutzer nach bisherigen Planungen im Internet-Cafe oder anderen öffentlichen Computern auf die persönliche Computerumgebung inklusive Applikationen zugreifen. Private Daten werden dabei verschlüsselt auf dem Flash-Speicher abgelegt, ein Schutz der Daten vor Malware ist vorgesehen. Nach dem Entfernen des USB-Sticks sollen keinerlei Spuren auf dem eingesetzten Rechner zurückbleiben.
Voraussetzung ist jedoch der Einsatz von Windows XP oder
Windows Vista. Durch die Einbeziehung von Microsoft verspricht sich Sandisk ein bestmögliches Zusammenspiel mit den Betriebssystemen des Software-Riesen. Die neue Technik soll voraussichtlich Mitte kommenden Jahres in Flash-Speicherkarten und USB-Flashlaufwerken integriert werden. Preisangaben gibt es bisher noch nicht. Interessierte Drittanbieter können bereits mit beiden Unternehmen über eine Lizenzierung der Technik verhandeln. Auch Anwendungen der bisherigen U3 Smart Technology sollen zum Einsatz kommen.
Stefan Hagedorn