Anzeige:
Dienstag, 15.05.2007 13:03

Ex-Premiere-Kunden bekommen Schadenersatz

aus dem Bereich Sonstiges
Der Pay-TV Sender Premiere knickt ein, die Verbraucherschützer feiern. Zwei Wochen vor dem geplanten Gerichtstermin über angeblich nicht zurückgesandte Smartcards zur Entschlüsselung der Bezahlfernsehprogramme hat Premiere die gesamte Klageforderung überraschend akzeptiert. Premiere-Chef Georg Kofler sah sich einer von der Verbraucherzentrale Hamburg angestrengten Sammelklage von rund 90 ehemaligen Kunden gegenüber. Bereits Ende November vergangenen Jahres hatten wir über die Betrugsvorwürfe gegen Kofler berichtet.

Anzeige
Rücksendeklausel umstritten

Stein des Anstoßes ist ein Passus im Kleingedruckten der Premiere-Verträge. Demnach ist jeder Kunde bei einer Kündigung seines Premiere-Abos verpflichtet, die Smartcard an den Sender zurückzuschicken. Diese Klausel gilt bei Verbraucherschützern ohnehin als sehr umstritten, da ein Betrieb der Premiere-Digitalreceiver ohne Smartcard nicht möglich ist.

Doch in zahlreichen Fällen will Premiere die Post nicht erhalten haben und verlangte Schadenersatz in Höhe von 35 Euro. Das von Premiere beauftragte Inkasso-Unternehmen InFoScore macht den ehemaligen Kunden schnell eine Rechnung von knapp 75 Euro auf, die sich aus zusätzlichen Mahn- und Bearbeitungsgebühren zusammensetzt. Die Vielzahl der Beschwerden und die seit geraumer Zeit verhärteten Fronten veranlasste die Verbraucherzentrale, eine gerichtliche Klärung herbeizuführen.

Ursprünglich war die Verhandlung vor dem Landgericht München für den 30. Mai angesetzt. Doch dazu kommt es nun nicht mehr. Premiere hat sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten bezahlt, die 86 Verbraucher erhalten die auf Druck des Inkassounternehmens gezahlten Beträge demnächst zurückerstattet. Insgesamt 127 eidesstattliche Versicherungen lagen bereits in der Schublade, 77 Zeugen waren geladen. Die Zahl der am Verfahren beteiligten Personen lag nach Angaben der Hamburger Verbraucherschützer bei 290.

Kunden sollen sich melden

Ehemalige Premiere-Kunden, die ebenfalls Schadensersatz wegen der angeblich nicht eingetroffenen Smartcard gezahlt haben, werden gebeten, sich bei der Verbraucherzentrale Hamburg zu melden. Sie haben nach dem gescheiterten "Musterprozess" beste Chancen, das Geld zurück zu bekommen.
Stefan Hagedorn
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Mittwoch, 05.08.2015
Gamescom: Microsoft kündigt neue Spiele für die Xbox One an
Dienstag, 04.08.2015
Aus für Range: Bundesjustizminister Maas entlässt Generalbundesanwalt
Android Lollipop auf dem Vormarsch: Anteil innerhalb von drei Monaten verdoppelt
Spurensuche im Fall Netzpolitik.org: Keiner will's gewesen sein
Smartmobil.de: Vier Datenflats mit bis zu 5 GB LTE-Datenvolumen zum Sparpreis
Unitymedia startet kostenloses WLAN in Köln - 3 GB Highspeed-Datenvolumen pro Monat
Sony stellt Mittelklasse-Smartphones Xperia M5 und Xperia C5 Ultra vor
Apple Watch: Krankenkasse gibt 50 Euro Zuschuss für Kauf der Smartwatch
Montag, 03.08.2015
Sky Go Extra: Neue Offline-Option erlaubt Download von Filmen und Serien
DSL-Tarife im August: DSL- und VDSL-Sparangebote im Überblick
Verivox: So nutzen Kinder Smartphones sicher - passende Tarife schon für unter 10 Euro
Unitymedia überarbeitet Internet-Tarife: Günstiger, aber teils weniger Speed
Mobiles Internet im August: Tarife für den Urlaub - mehr Datenvolumen sichern
DeutschlandSIM: Allnet-Flat und Internet-Flat mit 2 GB LTE-Datenvolumen für 14,99 Euro
Windows 10 kostenlos: Vorsicht vor gefälschter Microsoft-Mail
Weitere News
Internettelefonie
Günstig per VoIP telefonieren auch ohne Telefonanschluss.
Telefon einfach an den VoIP DSL Router oder WLAN Router anschließen.
Gleichzeitig via DSL Modem mit DSL Speed ins Internet.
DSL = Schnell
Diese Gleichung geht leider nicht immer auf. Manchmal liefert der Internetprovider nur Schneckentempo.
Die Suche nach dem richtigen Internetanschluss kann dann schnell Nerven kosten. Welche DSL Flatrate ist nun die Richtige?
Vielleicht ist auch mobiles Internet eine gute Alternative zum DSL Internet.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs