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Dienstag, 15.05.2007 12:26

Skepsis: Bundeskartellamt prüft Handy-TV-Allianz

aus dem Bereich Mobilfunk
Die großen deutschen Mobilfunknetzbetreiber sind sich einig: Das Geschäftsfeld Handy-TV darf nicht verdorren. Aus diesem Grund haben sich T-Mobile, Vodafone und o2 bereits Mitte April zu einer schlagkräftigen Allianz zusammengeschlossen. Sie wollen im Vergleich mit dem DMB-Paket "watcha" über den DVB-H-Standard vieles anders zu machen. Problem: das Bundeskartellamt hat Bedenken.

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Prüfung bis zu drei Monate

Das Kartellamt hat Bedenken, dass die drei Branchengrößen über ihre Marktmacht die Preise am DVB-H-Markt diktieren könnten. Eine umfassende Prüfung, die bis zu drei Monate dauern kann, sei daher notwendigt. Das bestätigte eine Sprecherin des Kartellamtes gegenüber der "Financial Times Deutschland". Ursprünglich sollte die gemeinsame DVB-H-Plattform im Frühjahr kommenden Jahres an den Start gehen. Ob dieser Termin sich noch halten lässt, ist derzeit ungewiss. Der Mobilfunknetzbetreiber E-Plus war im vergangenen November aus dem Konsortium überraschend ausgestiegen.

Mindestens 16 Programme sollen im DVB-H Standard, einer mobilen Weiterentwicklung von DVB-T, übertragen werden. Damit wäre die Programmvielfalt im Vergleich zum "watcha"-Paket im DMB-Modus, das derzeit nur sechs Programme zählt, deutlich größer. Das Konsortium will sich nach eigenen Angaben bundesweit um eine Sendelizenz bemühen. In zahlreichen Bundesländern sind bei den Landesmedienanstalten bereits entsprechende Anträge eingegangen.

Die im kommenden Jahr stattfindende Fußball-Europameisterschft könnte für den Nischenmarkt Handy-TV einen deutlichen Wachstumsschub bringen. Anaylsten machen eine zu geringe Auswahl an Endgeräten und die in vielen Regionen herrschende Frequenzknappheit für die schleppende Entwicklung verantwortlich.
Stefan Hagedorn
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