Ericsson setzt nicht mehr auf WiMAX. Der schwedische Mobilfunk-Spezialist kehrt dem unprofitablen
WiMAX-Geschäft den Rücken. Das Unternehmen gibt dem drahtlosen Breitband-Zugang keine Chancen mehr auf eine ausreichende Marktpräsenz.
Konzentration auf GSM und UMTS
Die "Financial Times Deutschland" berichtet am Freitag in ihrer Online-Ausgabe, WiMAX werde nach Ericsson-Prognosen "nicht die kritische Größe erreichen". Der Standard wurde entwickelt, um auch in Regionen mit fehlender Breitbandversorgung einen schnellen Internet-Zugang anzubieten.
Ericsson will sich auf den
GSM-Standard,
UMTS und andere Innovationen im Mobilfunkmarkt konzentrieren. Bis 2012 soll sich der Datenverkehr nach Prognosen von Ericsson verzehnfachen. Nach Ansicht von Konzernchef Carl-Henric Svanberg wird aber auch in drei Jahren
WiMAX dabei nur eine untergeordnete Rolle spielen. Er zeigte sich überzeugt, dass auch künftig nur ein Bruchteil der Handys den Funkstandard unterstützen wird.