Begründet wird die Notwendigkeit der Schutzmaßnahmen mit der wachsenden Popularität des "Second Life". Immer mehr Nutzer nehmen inzwischen am Leben in der virtuellen Welt teil. Allein aus Deutschland sollen laut einer aktuellen
Nutzeranalyse derzeit etwa 209.000 Internet-User unterwegs sein.
Die Überprüfung soll ein bislang unbekannter "unabhängiger Dritter" übernehmen, der sich auf die Verifizierung von Alter und Identitäten spezialisiert hat. Es werden keine persönlichen Angaben wie beispielsweise Anschrift und Geburtsdatum gespeichert. Auch der Betreiber
Linden Lab speichert keine Daten, es sei denn, der Nutzer gibt sie dafür ausdrücklich frei. Er kann optional einer limitierten Anzahl anderer Bewohner sein Alter anzeigen lassen.
"Freiwillige Selbstkontrolle"
Für Jugendliche wurde eine eigene virtuelle "Spielwiese" ins Leben gerufen. "Teen Second Life" ist für Teilnehmer im Alter von 13 bis 17 Jahren konzipiert. Derzeit ist geplant, auch für diesen Bereich eine Altersüberprüfung einzuführen. Aber auch auf die Mitarbeit der Bewohner wird gesetzt: Werden für Kinder und Jugendliche bedenkliche Inhalte entdeckt, kann ein Bewohner des entsprechenden "Landes" diesen für alle Community-Mitglieder entsprechend kennzeichnen und somit einen Beitrag zum Jugendschutz leisten. Jeder Teilnehmer wird dadurch angehalten, die moralischen und gesetzlichen Richtlinien einzuhalten und für deren Durchsetzung zu sorgen. Der Veranstalter hofft, dass dieses Konzept der "freiwilligen Selbstkontrolle" aufgeht.
Stefan Hagedorn