Ein neues Projekt soll künftig Licht in den schier undurchschaubaren Dschungel aus TV-Programmen, Live-Streams und Video-on-Demand-Angeboten bringen. Die Berliner
myTV.de AG ist angetreten, klassisches Fernsehen und Internet-TV miteinander zu verknüpfen. Mit der klaren Positionierung als "Guide" will sich das Angebot von den zahlreichen Video-Communities abheben. Die Redaktion hat sich das neue
Web 2.0- Portal einmal genauer angesehen: Doch schon auf den ersten Blick fallen einige inhaltliche Fehler auf.
"Das Beste aus dem Web-TV"
Die Startseite wirkt gewöhnungsbedürftig. Top-Clips aus unterschiedlichen Sparten, ein Chat-Fenster, die beliebtesten Tags der Nutzer und das Beste aus dem Web-TV sind großzügig platziert. Etwas verwunderlich ist die mit fünf Programmtipps etwas magere Ausbeute von Empfehlungen der Redaktion. Ob das Fernsehen tatsächlich so schlecht ist, wie es immer behauptet wird? Die letzten fünf Aktivitäten der Nutzer werden stets mit einem nervigen Hinweiston signalisiert und zusätzlich auch auf der Startseite dargestellt.
Die Macher versprechen eine qualitativ hochwertige Auswahl aller TV-Sendungen und bewegten Bilder aus dem Internet, die permanent überwacht werden. Die Internetseite ist in die Sparten Home, Clips, TV, Web-TV und Community gegliedert. Bei den kurzen Clips wird nach Kategorien wie Fun + Unterhaltung, Sport, Lust + Liebe und Tiere unterschieden.
Gewöhnungsbedürftig: Die myTV-Startseite. Bild: ok.de
Die Übersicht der aufgeführten TV-Sender ist jedoch lückenhaft, WDR Fernsehen wird fälschlicherweise noch mit der Uralt-Bezeichnung West3 geführt. Die zahlreichen Spartenkanäle sucht man weitgehend vergeblich. Dafür lassen sich die TV-Sendungen auch nach Genres, beispielsweise Spielfilm, Sport, Serien oder Musik, auflisten.