Von seiner spendablen Seite zeigt sich derzeit der Software-Riese
Microsoft. Am gestrigen Dienstag, 8. Mai, wurde in Kooperation mit dem Deutschen Forschungsnetz (DFN) und mehreren bayerischen Hochschulen ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Academic Software Access Pilot (ASAP) lautet der klangvolle Name, der nichts anderes bedeutet, als dass Studenten kostenlos Softwarelösungen von Microsoft ausprobieren können.
Microsoft für 50.000 Studenten
Das Projekt ist vorerst auf sechs Monate befristet und soll bei Erfolg ausgebaut und auf weitere Standorte erweitert werden. Dann könnten mittelfristig alle Studierenden deutscher Hochschulen einen kontrollierten Zugriff auf die Microsoft-Produkte bekommen. Vorerst sind nur etwa 50.000 Studenten an den Universitäten Würzburg und Erlangen-Nürnberg sowie der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt beteiligt.
An den Hochschulen immatrikulierte Studenten erhalten über einen Zugriff kostenlosen Zugriff auf die Software aus dem Hause Microsoft. Dazu zählt Visual Studio 2005 Professional Edition, die Entwicklerbibliothek MSDN Library, Project, SQL Server, Visio, Windows Server sowie Expression in den Versionen Web, Blend, Design und Media - jeweils in der deutschen und englischen Version.
So einfach geht's
Für die Verteilung der kostenlosen Lizenzen wurde ein einfaches Prinzip entwickelt. Der Student muss sich lediglich innerhalb des DFN in den Server einloggen und registrieren. Er erhält im Anschluss an seine Uni-E-Mail-Adresse einen Link für das Download-Portal und kann die Microsoft-Software herunterladen. Das Projekt dient offiziell ausschließlich Forschungs- und Lernzwecken. Eine private Nutzung wird sich aber kaum vollständig verhindern lassen.
Der Würzburger Universitätspräsident Axel Haase lobte das Engagement von Microsoft. "Leider geschieht es in Deutschland noch viel zu selten, dass die Industrie mit zur Ausbildung des akademischen Nachwuchses beiträgt." Als weiteren Bonus können interessierte Studenten das Microsoft Office-Paket in der Version 2007 zu einem günstigeren Preis erstehen. Wie hoch dieser ist, wurde allerdings bislang nicht bekannt. In erster Linie dürfte das Projekt für Studenten der Informatik und der interdisziplinären Wissenschaften interessant sein. Schon während der Ausbildung erhalten sie die Möglichkeit, Microsoft-Produkte für Software-Entwicklung und -Design näher kennen zulernen.