Viren-Autoren nutzen ständig neue Kniffe, damit ihre kleinen Schädlinge auf befallenen Systemen nicht zu schnell gefunden werden können. Eine noch relativ neue Methode, Viren und Trojaner unbemerkt ins System zu schleusen, sind so genannte Rootkits. Diese kleinen Programme sind dank
Sony BMG zu trauriger Berühmtheit gelangt, weil sie in den DRM-Kopierschutz von Musik-CDs des Labels eingebettet worden waren. Mittlerweile nimmt ihre Nutzung jedoch vor allem in Zusammenhang mit Malware zu.
"Tarnkappen"-Schädlinge
Einer Untersuchung der Panda Software Labore zufolge nutzten bereits im vergangenen Jahr 62 Prozent mehr Eindringlinge die Rootkit-"Tarnkappe" als im Vorjahr, für 2007 wird eine weitere Steigerung um 40 Prozent erwartet. Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres verzeichneten die Sicherheitsexperten 25 Prozent mehr Schädlinge dieser Art. Besonders oft werden Rootkits von Spyware und Trojanern eingesetzt, die sich auf diese Weise vor dem Nutzer verbergen und so im Hintergrund dauerhaft Daten sammeln können. Nach beispielsweise
Sophos,
Symantec,
Trend Micro und
Kaspersky Lab präsentiert daher nun auch Panda Software ein Anti-Rootkit Tool, das die Bedrohung aufdeckt und neutralisiert. Die Software ist als Ergänzung zu klassischen Antiviren-Programmen gedacht, die Rootkits meist nicht erkennen.
Hilft gegen Bekanntes und Unbekanntes
Das Programm überprüft das System daher auch unabhängig von bereits installierter Sicherheitssoftware. Das Panda Software Anti-Rootkit-Tool ist kostenlos erhältlich. Lediglich eine Registrierung wird vor dem
Download verlangt. Das Anti-Rootkit Tool soll sowohl bekannte als auch ungekannte Rootkits finden und entfernen. Der Scan-Monitor erkennt beispielsweise verdeckte Laufwerke, Prozesse, Module, Dateien, Registry-Einträge und so genannte ADS (Alternate Data Streams), die unter anderem im NTFS-Dateisystem von Windows dazu dienen, zusätzliche Informationen für den Nutzer unsichtbar an Dateien zu knüpfen.