Der Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) will in Deutschland rund 3000 Stellen abbauen. Insgesamt wolle das deutsch-finnische Joint-Venture bis zum Jahr 2010 rund 9000 Stellen abbauen, teilte NSN in Helsinki mit.
15 Prozent der Jobs fallen weg
Damit sollen 15 Prozent der gesamten stellen des Unternehmens wegfallen. Das Joint Venture, in dem die beiden Konzerne ihr Geschäft für Mobilfunk- und Festnetzausrüstung bündeln, war Anfang April gestartet. Zuvor war der Start wegen des Schmiergeldskandals bei Siemens um drei Monate verschoben worden.
Siemens hatte die Fusion im vergangenen Juni angekündigt. Damals hatte das Unternehmen auch bereits den Abbau von voraussichtlich zehn bis 15 Prozent aller Mitarbeiter erklärt. Hauptsitz des neuen Unternehmens, das vor allem die Infrastruktur wie Antennen und Kabel sowohl für Fest- als auch Mobilfunknetze anbietet, ist die finnische Hauptstadt Helsinki. Drei der fünf Geschäftseinheiten wurden am Siemens-Stammsitz in München angesiedelt.
Hayo Lücke
/ afp