Montag, 07.05.2007 12:50

Apfel ohne Nebenwirkungen

aus den Bereichen Sonstiges, Computer
"Beiß' nicht gleich in jeden Apfel, er könnte sauer sein" heißt es in einem bekannten Schlager von Wencke Myhre aus dem Jahr 1966. Bei Apple könnten die Apfelliebhaber einer Metallvergiftung erliegen, meinen Umweltschutzorganisationen. Der Computer- und iPod-Hersteller sieht sich seit dem vergangenen Herbst scharfer Kritik von Umweltorganisationen ausgesetzt. Hauptstreitpunkte sind das Recycling von alten Geräten und Chemikalien in neuen Produkten.

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Positive Entwicklungen

Apple-Chef Steve Jobs hat reagiert und wendet nun mit einem offenen Brief an die Kritiker. Dem Unternehmen sei es in der Vergangenheit nicht gelungen, die Öffentlichkeit ausreichend über die positiven Entwicklungen zu informieren. Bislang war die Philosophie von Apple, erst nach Vollendung über neue Projekte zu berichten. Um Nutzer, Mitarbeiter und Aktionäre immer auf dem Laufenden zu halten, will Apple seine Informationspolitik ab sofort aber komplett ändern.

Besonders stolz ist Apple auf den Verzicht von Röhrenmonitoren. Jedes dieser Geräte enthält etwa 1,46 Kilogramm Blei. Im Sommer vergangenen Jahres hat Apple als erstes Unternehmen die Monitore komplett aus seinem Programm gestrichen. Auch bei LCD-Bildschirmen will man etwas für die Umwelt tun und ab dem kommenden Jahr komplett auf das giftige Element Arsen verzichten. Bei Macs mit Hintergrund-Licht will Apple noch in diesem Jahr anstatt Quecksilber auf Dioden setzen. Dabei wird ein Übergang von den Leuchtstofflampen zu den lichtemittierenden Dioden (LED) vorbereitet. Die iPod-Anzeige wird bereits mit LED-Licht versorgt.

Giftige Konkurrenz

Während Mitbewerber wie Dell und Hewlett-Packard giftige Substanzen unverändert einsetzen, steht für das Apfel-Unternehmen die Entwicklung von alternativen Materialien an erster Stelle. So soll bis zum kommenden Jahr auch auf den Einsatz von PVC verzichtet werden. Dell und Lenovo wollen im Laufe der kommenden zwei Jahre den Kunststoff komplett beseitigen, Hewlett-Packard will erst im Laufe des Jahres einen endgültigen Termin bekannt geben.
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