Der Bedarf an Festplattenkapazität nimmt permanent zu und eine 500-Gigabyte-Festplatte gehört mittlerweile zum Standard. Wer noch mehr Speicherplatz benötigt, der kann bald auf Hitachis neuestes Produkt zurückgreifen. Das Modell Deskstar 7K1000 ist die erste Terabyte-Festplatte weltweit.
Schneller als Konkurrenz
Im Dezember vergangenen Jahres hatte Fujitsu bekannt gegeben, dass sie bereits über eine
7-Terabyte-Festplatte verfügen. Durch die Kombination der beiden Techniken "Perpendicular Magnetic Recording" (PMR) und "Thermal Assisted Magnetic Recording" (TAMR) konnte die dafür benötigte Speicherdichte erzielt werden. Bis zur Serienreife würden aber noch einige Jahre vergehen, teilte das japanische Unternehmen damals mit.
Knapp zwei Monate später gab Seagate bekannt, dass sie bis 2010 eine Festplatte mit
300-Terabit-Speicherkapazität entwickeln wollen. Das sind umgerechnet 37,5 Terabyte. Auch hier kommt mit "Heat assisted Magnetic Recording" (HAMR) eine Technik zum Einsatz, die durch Wärme eine deutlich kompaktere Anordnung der Daten ermöglichen soll.
Technische Daten

Während die beiden anderen Hersteller noch fleißig testen, bringt nun Hitachi die erste Festplatte mit einer Speicherkapazität von 1.000 Gigabyte auf den Markt. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 399 US-Dollar. In Deutschland wird die Terabyte-Festplatte bereits in einigen Online-Shops mit einem Preis von 399 Euro gelistet, ist aber momentan noch nicht verfügbar.
Bei der neuen Deskstar 7K1000 mit 32 Megabyte Puffer und 8,5 Millisekunden durchnittlicher Zugriffszeit kommt die Technik "Thermal Fly-height Control" (TFC) zum Einsatz. Um die Speicherkapazität von einem Terabyte zu erreichen, werden im 3,5-Zoll-Gehäuse insgesamt fünf Scheiben mit zehn Schreibköpfen verbaut, die mit einer Geschwindigkeit von 7.200 Umdrehungen pro Minute rotieren. Daraus ergibt sich eine theoretische Datenrate von 133,75 Megabyte pro Sekunde. Über die S-ATA-Schnittstelle können dagegen bis zu drei Gigabit pro Sekunde durchgejagt werden.
Nam Kha Pham