Montag, 30.04.2007 17:01

Netzfundstück: Open Cola zum Selberbrauen

aus dem Bereich Sonstiges
Die Coca-Cola zählt weltweit zu den bekanntesten und gleichzeitig auch beliebtesten Erfrischungsgetränken. Das koffeinhaltige Getränk der "The Coca-Cola Company" wird aber nicht nur zum Durstlöschen verwendet. Im Motorsport wird die stark zucker- und kohlensäurehaltige Flüssigkeit beispielsweise genutzt, um rutschende Lammellenkupplungen notdürftig wieder flott zu machen. Als Reinigungsmittel gegen Insektenkadaver auf Windschutzscheiben oder zur archäologischen Bodenbestimmung ist die Coca-Cola ebenfalls gut zu gebrauchen.

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Open-Source Cola

Leider ist die Rezeptur des zuckerhaltigen Getränkes ein sehr gut gehütetes Geheimnis. Ein Blick auf das Etikett verrät nur, dass die Coca-Cola aus Wasser, Zucker, Kohlensäure, Farbstoff E 150d, Säuerungsmittel Phosphorsäure, Aroma und Aroma Koffein besteht. Zu welchen Teilen und vor allem welche Aromastoffe enthalten sind, ist nicht bekannt. Wer sich trotzdem seine eigene Cola brauen möchte, der kann das nun aber ohne weiteres tun.

Nach dem Open-Source-Prinzip gibt es bei Wikipedia die Rezeptur für die so genannte "Open Cola". Derzeit liegt die Open Cola in der Version 1.1.3 vor, darf aber von jedem verändert und selbst gebraut werden. Ursprünglich wurde das Projekt 2004 ins Leben gerufen, um das Prinzip von Open-Source besser veranschaulichen zu können. Die Firma Open Cola Company, die es mittlerweile nicht mehr gibt, hatte damals 150.000 Dosen dieser Cola-Variante produziert.

Open Cola Projekt bei trnd

opencola_1.jpg Das Netzwerk trnd hat das Projekt aufgegriffen und will die Rezeptur nun verfeinern. Genau genommen handelt es sich diesmal um ein so genanntes Crowdsourcing-Open-Source Projekt ohne Beteiligung der trnd-Zentrale, heißt es auf der Homepage. Die Mitglieder sollen möglichst selbstständig an dem Projekt arbeiten, Hilfe gibt es nur in Form von Tools und eventuell Startkapital.

Bislang wurde die Startseite erstellt, ein entsprechender Blog eingerichtet sowie die Wikipedia-Seite aufgesetzt. Die beiden nächsten Schritte auf der langen To-Do-Liste sind das Erstellen der Projektseite mit Projektbeschreibung sowie die Anfertigung einer konkreten Einkaufsliste mit Preisen. Augenscheinlich kann die Internetgemeinde bald mit einer Neuauflage der Open Cola rechnen.
Nam Kha Pham
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