Die Welt der Bits und Bytes wird zunehmend für die Erschaffung von virtuellen Welten genutzt. Auch der wachsende Markt von Online-Plattformen für Spielefreunde findet darin seinen Platz. Das hat nun auch der Computerriese
IBM erkannt und will mit einer technischen Neuentwicklung selbst in die Welt der Online-Spiele eintauchen.
Virtuelle Welten für Millionen
In den dreidimensionalen virtuellen Umgebungen im Stil von Second Life oder World of Warcraft sollen künftig Millionen Menschen gleichzeitig unterwegs sein. Zugleich werden den Nutzern immer detailreichere und realistischere Darstellungen präsentiert.
Dazu wurde jetzt eine Partnerschaft mit dem Online-Spieleunternehmen
Hoplon angekündigt. An Hoplon sollen Großrechnerplattformen und Cell-Prozessoren, die auch in der Sony Playstation 3 zum Einsatz kommen, geliefert werden. Beide Komponenten kombiniert sollen in einer Hybrid-Umgebung für ein leistungsfähiges Netzwerk sorgen. Die Partner sehen ihre Kooperation als Innovation beim Aufbau der virtuellen Welten.
Großrechner sorgen für mehr Umsatz
Mit der Kombination der beiden Technologien solle den virtuellen Welten und dem 3D-Internet die benötigte stabile Plattform gegeben werden, sagt Herbert Kircher, Geschäftsführer des deutschen IBM
Entwicklungszentrums. In Böblingen arbeitet IBM bereits an der Entwicklung der Großrechnertechnologien und dem Cell Prozessor. Außerdem sei dort ein Kompetenzzentrum mit dem Thema virtuelle Welten beschäftigt, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Grund für die Bemühungen wird wohl auch das Umsatzwachstum von zwölf Prozent sein, dass IBM im ersten Quartal dieses Jahres im Bereich Großrechner verzeichnete.
Stefan Hagedorn