Der Verband der US-Filmindustrie, MPAA (Motion Picture Association of America), setzt zwar weiterhin auf die digitale Rechteverwaltung DRM (Digital Rights Management), erwartet aber künftig Interoperabilität zwischen den DRM-Systemen.
Kompatible Systeme
So
sprach sich Dan Glickman, Vorsitzender der MPAA, auf der Variety Digital Rights Management Conference in Los Angeles für interoperables und somit kompatibles DRM aus. Die MPAA begrüße ein interoperables digitales Rechtemanagement, so dass die Konsumenten, die die Filme oder andere Inhalte legal erworben haben, diese auch auf allen möglichen Geräten genießen könnten. Das Ziel sei, eine facettenreiche, qualitativ hochwertige und mühelose Verbraucherpraxis auf dem legalen Markt durchzusetzen.
Erlaubte Kopien von HD DVDs
Zusätzlich sprach sich der Verband nachdrücklich für die Privatkopie aus. So befürwortet die MPAA die Möglichkeit, berechtigte Kopien von zuvor legal erworbenen Inhalten anzufertigen. Der Verband erwarte noch in diesem Jahr, dass die Inhalte von HD DVDs auch auf den heimischen Rechner oder auf tragbare Geräte kopiert werden können. Für herkömmliche DVDs sei dies ebenfalls wünschenswert, allerdings fehle hierzu noch ein entsprechender Standard, der die Kopien reguliert. Unkontrolliertes Kopieren von Inhalten wird somit weiterhin nicht gewünscht.
Saskia Brintrup