DSL-Anschlüsse gewinnen in den deutschen Haushalten immer mehr an Bedeutung. Dem gegenüber nimmt das Interesse an Modem- und ISDN-Anschlüssen rapide ab. Die Zahl der deutschen Internetnutzer ist im ersten Quartal erneut leicht gestiegen. In den durch die kalte Jahreszeit geprägten Monaten hatten 67 Prozent aller Deutschen Zugriff auf das Internet. Darüber berichtet die
Forschungsgruppe Wahlen in ihren aktuell vorgelegten Internet-Strukturdaten.
Ungenutzte Zugänge
Dabei spielt keine Rolle, ob der Internetzugang zu Hause oder am Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Erstaunlich: Sechs Prozent verfügen über einen Internet-Zugang, nutzen diesen aber nicht beziehungsweise nicht selbst. 70 Prozent der Männer surfen regelmäßig im Netz, aber nur 52 Prozent der Frauen. In den alten Bundesländern liegt der Frauenanteil dabei höher als in den neuen Bundesländern.
Bei der privaten Nutzung ist in den ersten drei Monaten des Jahres ein klarer Trend zu DSL-Anschlüssen zu erkennen. Waren es vor zwölf Monaten noch 48 Prozent, greifen inzwischen 54 Prozent auf eine DSL-Verbindung zurück. An Bedeutung verloren hat der analoge Modem-Zugang: er sank von 20 Prozent auf 13 Prozent. Über ISDN gingen 25 Prozent online, vier Prozent weniger als vor einem Jahr.
Urlaubsplanung per Mausklick
Ein Drittel der Deutschen ab 18 Jahren buchen ihre Pauschalreise oder zumindest den Flug, die Fahrkarte oder die Unterkunft heute bereits über das Internet. Durchschnittlich mehr jüngere als ältere Menschen und mehr Männer (38 Prozent) als Frauen (30 Prozent) nutzen die virtuelle Urlaubsplanung. Bezogen auf die Gruppe der Internet-Nutzer buchten 55 Prozent eine Reise online.
Aber nicht nur beim Reise-Shopping spielt das Internet eine zunehmende Rolle. 79 Prozent der Internet-Nutzer nahmen im ersten Quartal Preisvergleiche online vor, 66 Prozent kauften Produkte oder Dienstleistungen und 52 Prozent wickelten ihre Bankgeschäfte online ab. Politiknachrichten wurden von 38 Prozent abgerufen, Wirtschaftsmeldungen von 33 Prozent. 34 Prozent informierten sich über Versicherungen, wobei nur zehn Prozent Online-Brokerage betrieben.