Dienstag, 24.04.2007 18:01

Spieletest: S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl

aus dem Bereich Computer
stalkerpackshot.jpgAm 23. April 1986 ereignete sich um 1:23 Uhr eine der größten atomaren Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Nahe der ukrainischen Stadt Tschernobyl kam es im Reaktor IV eines Atomkraftwerks zu einer Kernschmelze, die verheerende Folgen mit sich zog. Unzählige Menschen starben, die radioaktive Strahlung verteilte sich in einer Wolke über die gesamte nördliche Welthalbkugel von der Ukraine über Russland bis hin nach Ost- und Westeuropa, Skandinavien, Großbritannien und zu den USA. Bis heute zieht sich eine Sperrzone um das Katastrophengebiet nahe des Reaktors.

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Ab in die Todeszone

Soweit die schrecklichen Tatsachen. Nun, 21 Jahre später, veröffentlichte das ukrainische Entwicklerstudio GSC Game World einen Shooter, der ein erschreckendes Szenario zeichnet. "Stalker - Shadow of Chernobyl" spielt in der atomar verseuchten Todeszone rund um den Reaktor und ist eines der schauerlichsten und fesselndsten PC-Spiele, das unserer Redaktion seit langem begegnet ist.

Geschlagene sechs Jahre benötigten die Entwickler, um das Spiel fertig zu stellen. Zahlreiche Male wurde die Veröffentlichung verschoben, kaum jemand glaubte in den vergangenen Jahren noch daran, dass Stalker überhaupt auf den Markt kommen würde. Aber die Entwickler überraschten alle Ungläubigen. Auf den Spielemarkt kam ein taktischer Ego-Shooter mit seichten Rollenspiel-Elementen, der mit einer cleveren Gegner-KI und einer bedrückenden Atmosphäre glänzt. Die Geschichte beginnt, als es ein zweites Mal kracht. Im April 2006, zwanzig Jahre nach dem ersten GAU, gibt es eine zweite Explosion im alten Atomkraftwerk. Der Reaktor IV ist mittlerweile - wie auch im realen Tschernobyl - unter einem riesigen Beton-Sarkophag verborgen. Die Explosion taucht das alte Reaktorgelände in ein grellweißes Licht. Doch die wahren Ursachen bleiben zunächst verborgen.

stalker1_klein.jpgstalker2_klein.jpg


Erkundungen nach dem GAU

Energiestörungen, die lokale tödliche Anomalien verursachen, sind seitdem in der virtuellen Sperrzone zu beobachten. 2012 gelingt es ersten Expeditionen, illegal die radioaktive Zone zu erkunden. Unter ihnen befinden sich auch die Stalker, Söldner, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um verstrahlte Artefakte zu erlangen. Das ukrainische Militär, Banditen und mutierte Kreaturen sind ihnen währenddessen ständig auf den Fersen. Der Spieler strandet am Rande des Ödlands und trägt nur seine Kleidung und ein PDA bei sich. Ein lokaler Händler weist in die grundlegenden Funktionen ein, danach ist er auf sich selbst gestellt.
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