Donnerstag, 19.04.2007 12:05

Premiere startet über entavio-Plattform

aus dem Bereich Sonstiges
Die Digitalisierung auf dem deutschen Fernsehmarkt nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. Der Münchner Pay-TV-Sender Premiere hat sich entschlossen, sein gesamtes Programmpaket ab September über die neue Plattform entavio auszustrahlen. Entavio wurde von der Astra-Betreibergesellschaft SES Astra aus der Taufe gehoben.

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Premiere-Chef Georg Kofler erhofft sich eine dynamische Entwicklung im Bereich der der adressierbaren Digital-Receiver und eine höhere technische Reichweite für seine Programmpakete. Alle entavio-tauglichen Receiver sollen in der Lage sein, Premiere-Programme zu entschlüsseln. Die Aktivierung von Premiere für künftige Besitzer eines entavio-Receivers soll über das Telefon erfolgen. Kofler nennt Premiere eines der Zugpferde für entavio: "Wir rechnen damit, dass bereits 2008 die Zahl der verkauften digitalen Satelliten-Receiver, über die Premiere empfangen werden kann, doppelt so hoch liegen wird wie 2007. Die Zukunft gehört modernen, adressierbaren Receivern mit Smartcard."

Für Premiere-Bestandskunden wird sich nichts ändern. Auch Besitzer oder Käufer von Digital-Receivern mit der Bezeichnung "Geeignet für Premiere" können alle über entavio angebotenen Programme empfangen.

entavio seit Gründung umstritten

Zur Internationalen Funkausstellung am 31. August vergangenen Jahres hatte SES Astra die Gründung von entavio mit Sitz in Unterföhring bekannt gegeben. Der digitale Satelliten-Anschluss soll Zugang zu digitalen TV- und Hörfunkprogrammen sowie Datendiensten ermöglichen. Nach ursprünglichen Plänen soll entavio auch als Vermarktungsplattform für bisherige Free-TV Programme zum Einsatz kommen und gilt daher als sehr umstritten. Privatsender, die bislang frei empfangbar waren, sollen für eine Monatspauschale im Bereich von rund vier Euro angeboten werden. Unter anderem das Kartellamt hatte bereits ein Verbot dieser Gebühr angedroht.
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