Es war die Pay-TV-Sensation zu Beginn dieses Jahres: Die einstigen Konkurrenten arena und Premiere gingen auf Schmusekurs, um die eigenen Programmpakete in einer engen Kooperation besser vermarkten zu können. Das Bundeskartellamt äußerte starke Bedenken und kündigte eine umfangreiche Prüfung der Zusammenarbeit an. Diese Überprüfung hat jetzt Folgen für Satelliten-Neukunden.
Deal mit Folgen
Der
Mega-Deal sah vor, dass Premiere die Satellitenvermarktung von arena übernimmt, während die arena-Muttergesellschaft Unity Media in den firmeneigenen Kabelnetzen von ish und iesy in Nordrhein-Westfalen und Hessen die Premiere-Programme direkt vermarkten darf. Für Kunden hatte diese Lösung den Vorteil, dass nur noch eine Smartcard im Digitalreceiver notwendig war, um sowohl arena als auch Premiere empfangen zu können.
Schon früh wurde allerdings klar, dass die Kooperation zwischen den ehemals harten Rivalen im
Poker um die Übertragungsrechte für die Bundesligaspiele auf wackeligen Beinen steht. Noch am gleichen Tag nach Bekanntgabe der Zusammenarbeite schaltete sich das Bundeskartellamt ein und kündigte eine
umfangreiche Prüfung des Deals an. Damals hatten sowohl Premiere als auch arena versichert, keine rechtlichen Bedenken fürchten zu müssen. Jetzt hat sich das Blatt gedreht.