Über das Funknetz
WiMAX kann ab sofort nicht nur gesurft, sondern auch telefoniert werden. Die Deutschlandpremiere ist vorerst auf Wuppertal und Dessau begrenzt, aber schon bald soll das neue Angebot in allen vorhandenen WiMAX-Netzen zur Verfügung stehen. In den kommenden Jahren soll das Funknetz sukzessive ausgebaut werden.
Zwei Kombi-Pakete im Angebot
Die
Deutsche Breitband Dienste GmbH (DBD) hat dafür zwei neue Kombi-Pakete für Privatkunden geschnürt. MAXXonair Clever bietet Telefonie und Internet-Zugang mit bis zu zwei Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und eine Datenflatrate für 29,99 Euro pro Monat. Der zweite neue Tarif, MAXXonair Comfort, umfasst eine zusätzliche Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz und kostet monatlich 39,99 Euro.
Nach Angaben der DBD verhindert der WiMAX-Standard, dass sich die Sprachqualität bei erhöhtem Datenverkehr verschlechtert, da Datenpakete und Sprachpakete auf verschiedenen Spuren der Datenautobahn reisen. Dadurch erreicht die Internet-Telefonie das Qualitätsniveau einer ISDN-Leitung. Steigt ein Kunde auf MAXXonair um, kann er seine Festnetzrufnummer behalten und muss lediglich die im Start-Paket enthaltene Fritz!Box anschließen.
Kunden aus Wuppertal und Dessau bestellen die neuen Dienste direkt
per Internet oder bei den Vertriebspartnern vor Ort. In den kommenden Jahren soll das WiMAX-Funknetz bundesweit zur Verfügung stehen. Als nächsten Schritt will DBD seinen Kunden einen portablen Internet-Zugang anbieten. Im kommenden Jahr werden gemeinsam mit dem strategischen Partner Intel WiMAX-Chips in Laptops und Notebooks eingebaut. Dabei will man sich an der heutigen WLAN-Centrino Technik orientieren,
Zukunfts-Vision
Voraussichtlich in zwei Jahren wird der WiMAX-Zugang auch mit mobilen Endgeräten wie Handys oder PDAs funktionieren. Dadurch werden Internet und Telefonie von jedem Ort, in dem WiMAX zur Verfügung steht, ermöglicht. DBD-Geschäftsführer Fabio Zoffi spricht von einem "neuen Kapitel in der Geschichte von WiMAX". Nach Erhebungen aus dem vergangenen Jahr nutzen elf Prozent der deutschen Haushalte keinen Festnetzanschluss mehr.