Eine Untersuchung des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (
BITKOM) kommt zu dem Ergebnis, dass Online-Informationsdienste bei den Deutschen beliebter denn je sind. Die Bundesbürger verlassen sich folglich nicht mehr ausschließlich auf die klassischen Medien - also Print, TV und Radio - sondern gehen zunehmend im Internet auf die Suche nach Informationen.
Neues Allzeithoch
Nach Angaben des BITKOM hat sich die Zahl der Seitenaufrufe im ersten Quartal dieses Jahres im Hinblick auf 2006 um zwölf Prozent gesteigert. So wurden die 20 meistbesuchten Nachrichtenportale in dieser Zeit insgesamt 896 Millionen Mal besucht. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es 796 Millionen, 2005 sogar nur 595 Millionen Besuche. Die Untersuchung berücksichtigt alle Portale, die sich von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (
IVW) prüfen lassen.
Von diesem "Boom" profitieren aber auch die großen Verlagshäuser, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich in ihre Online-Angebote investierten und diese schrittweise ausbauten. In einigen Verlagen gelte sogar heute schon das Motto "online first", so eine Einschätzung des BITKOM. So fänden tagesaktuelle Top-Themen ihren ungebremsten Weg ins Webportal und würden nicht - wie vor Jahren noch üblich - für die am folgenden Tag erscheinende Printausgabe zurückgehalten.
Werbewirtschaft profitiert
Der Positivtrend im World Wide Web bleibt natürlich auch den Analysten der Werbewirtschaft nicht verborgen. Im ersten Quartal dieses Jahres seien von der werbetreibenden Wirtschaft 174 Millionen Euro in Banner, Sponsoring und Werbefilme investiert worden - 54 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr.
Michael Müller