Der Medienkonzern Endemol und der Videospiel-Riese Electronic Arts errichten zusammen eine virtuelle Welt, bei der Fernsehen und Videospiele zu einem neuen Unterhaltungskonzept verschmelzen sollen.
Das kündigte Endemol, der niederländische Macher der Reality-TV-Show "Big Brother", zum Auftakt der internationalen Fernsehmesse MIPTV im südfranzösischen Cannes an. Das neue "Virtual Me" folgt auf erfolgreiche Internet-Vorbilder wie "Second Life".
Nischenmärkte anstelle von Massenprogrammen
Im Mittelpunkt der fünftägigen MIPTV steht die Nutzung bislang isolierter Plattformen wie Internet-Computer,
Handys und tragbaren Geräten wie dem iPod für TV-Inhalte. Dabei gehe es mehr um fragmentierte Nischenmärkte als um Massenprogramme, sagte der TV-Chef des Messeveranstalters Reed MIDEM, Paul Johnson.
"In Zukunft werden die Verbraucher diktieren, was sie sehen wollen und wann sie es sehen wollen." Dabei werde es "mehr Auswahl auf mehr Plattformen geben als zu irgendeiner Zeit in der Geschichte des Mediums".
Hayo Lücke
/ afp