Wenn in der Mobilfunkbranche über Klapphandys gesprochen wird, zählt ausgerechnet Marktführer Nokia nicht zu den Unternehmen, die in diesem Zusammenhang an erster Stelle genannt werden. Lange haben es die Finnen verschlafen, so genannte Clamshell-Telefone zu produzieren. Erst im Jahr 2004 stellte Nokia mit dem
7200 das erste Klapphandy vor. Nach und nach folgten weitere Modelle. Eines davon ist das
Nokia 6085, das von Nokia aktuell zu einem Preis in Höhe von knapp 150 Euro verkauft wird. Wir haben das Mobiltelefon einem Praxistest unterzogen.
Optisch langweilig
Der erste Eindruck fällt nüchtern aus. Das silber-graue Telefon liegt mit einem Gewicht von 84 Gramm und Abmessungen von 92 x 46 x 23 Millimetern gut in der Hand, allerdings wirkt es optisch eher langweilig. Wer es etwas poppiger mag, kann sich das Telefon aber auch in zartem Rosa oder sandgelber Farbe sichern. An Hochwertigen Materialien hat Nokia bei der Produktion dennoch gespart. Abgesehen von zwei versilberten Leisten auf der Vorder- und Rückseite ist beim 6085 Kunststoff das Maß aller Dinge.
Die nächste Überraschung erwartet die Nutzer beim Öffnen des Telefons. Das Display kann zwar erfreulich viele Farben darstellen, genau genommen 262.144, es fällt allerdings mit einer Größe von 1,8 Zoll bei einer Auflösung von 129 x 160 Pixel vergleichsweise klein aus. Die insgesamt elf Menüpunkte sind - anders als von vielen anderen Nokia-Handys gewohnt - direkt untereinander angeordnet. Das erinnert stark an Telefone, die von Nokia vor etwa zwei Jahren hergestellt wurden und wirkt so eher als Rückschritt.
Zwei Displays
Für ein Klapphandy besonders wichtig ist ein zweites Display auf der Außenseite. Das Nokia 6085 kann das bieten – wenn auch in abgespeckter Form. Der 96 x 68 Pixel kleine Schwarzweiß-Bildschirm informiert bei blauer Hintergrundbeleuchtung über Akkukapazität, Netzstärke und die aktuelle Uhrzeit. Im Standby-Betrieb wird auf dem Außendisplay nur die Uhrzeit angezeigt, bei eingehenden Anrufen und aktivierter Rufnummernübermittlung auch die Rufnummer oder – sofern im Handy oder auf der SIM-Karte gespeichert - der Name des Anrufers.