Zwei Forscher der US-Universitäten Purdue und Carnegie Mellon haben zusammen mit einem Wissenschaftler von Intel ein Filesharing-Protokoll entwickelt, das wesentlich schnellere Peer-To-Peer-Downloads (P2P) ermöglichen soll. Das neue Verfahren mit Namen SET (Similarity-Enhanced Transfer) arbeitet dabei mit einer Ähnlichkeitsüberprüfung.
Download-Beschleuniger
Nach Angaben der Forscher können beispielsweise für den Download einer Musikdatei auch Dateien mit abweichenden Metadaten genutzt werden, da diese trotzdem zu 99 Prozent übereinstimmen. Die Downloadgeschwindigkeit ließe sich so von Fall zu Fall um 5 bis 500 Prozent steigern. In ihren praktischen Versuchen konnte die Downloadzeit einer MP3-Datei mittels SET um 71 Prozent gesenkt werden. Für das Herunterladen eines Film-Trailers wurde eine zu 47 Prozent ähnliche Datei genutzt, die den Download um 30 Prozent beschleunigen konnte.
Nutzung von ähnlichen Dateien
Dem veröffentlichten Dokument
(PDF-Datei) zufolge greifen Systeme wie BitTorrent für den Download einer Datei nur auf identische Ziele zu, was die Zahl der verfügbaren Quellen limitiert. Andere Systeme könnten zwar auch ähnliche Dateistücke für den Download verwerten, und so mehr Quellen anzapfen, sie müssten jedoch jedem einzelnen Datenschnipsel die entsprechende Quelle einzeln zuordnen. Mit steigender Dateigröße wächst demnach auch die Anzahl der erforderlichen Schritte.
SET ist eine Mischung aus beiden Methoden. Die Forscher sprechen von einem Hybrid-System, das die besten Eigenschaften beider Ansätze vereint. SET nutzt für den Download sowohl identische als auch ähnliche Daten bei einer konstanten Zahl von Suchvorgängen.
Saskia Brintrup