VoIP boomt und von dem Kuchen will auch Microsoft ein ordentliches Stück abhaben. Wie bereits im vergangenen Jahr
angekündigt, will der Software-Riese aus Redmond in den Markt für Internet-Telefonie einsteigen. Neben dem
Windows Live Messenger machte das Unternehmen auch in Sachen Hardware den Anfang und präsentierte passende
Webcams und Headsets. Wir haben die zwei vorgestellten Kopfhörer mit Mikrofon getestet und verraten, wie gut sich die Windows-Lauscher tatsächlich für VoIP eignen.
Für Sesshafte oder Mobile
Die beiden Headset-Modelle Microsoft LifeChat LX-3000 und ZX-6000 könnten kaum verschiedener sein. Dennoch gelten für sie die gleichen Regeln: Headsets für VoIP eignen sich besonders für Nutzer, die viel am Computer sitzen und direkt über ihren Bildschirm mit einem
Softphone telefonieren wollen. Sie sind auch praktisch für unterwegs, wenn der Nutzer beispielsweise über sein Notebook oder an einem Computer im Internetcafé telefonieren möchte. Dafür sollten die Geräte in erster Linie flexibel zu handhaben und leicht zu transportieren sein. Darüber hinaus ist eine schnelle und einfache Installation von Vorteil und natürlich muss auch die Klang- und Sprachqualität stimmen.
Headsets nur für Windows

Das LifeChat LX-3000 ist ein kabelgebundenes USB Stereo Headset, das in seiner Form an einen DJ-Kopfhörer erinnert. Damit ist es natürlich wesentlich unhandlicher als das kleine Schnurlos-Modell ZX-6000, das mit einem Bügel an nur einem Ohr befestigt wird und über den mitgelieferten Funkempfänger Kontakt zum Rechner hält. Beide Modelle sind – wen wundert es – nur kompatibel zu Windows-Betriebssystemen, genauer zu XP Pro, Home, die Media Center sowie die Tablet PC Edition und natürlich
Windows Vista. Identisch sind weitestgehend auch die Systemanforderungen. Es wird ein USB 1.1 Anschluss benötigt, empfohlen ist jedoch USB 2.0. Für beide Geräte müssen außerdem Treiber installiert werden. Dazu wird ein CD-ROM-Laufwerk für den mitgelieferten Datenträger sowie eine Internetanbindung benötigt. Die Software braucht beim LX-3000 jedoch nur 60 Megabyte (MB) freien Speicherplatz, beim schnurlosen ZX-6000 sind es hingegen 100 MB.