Im ersten Quartal dieses Jahres sind insgesamt 10.061 in Not geratene Menschen über ihr Handy geortet und gerettet worden. Die
Björn-Steiger-Stiftung bietet diesen kostenlosen Lebensrettungsservice bundesweit kostenlos an.
500.000 Menschen registriert
Anrufer können bei einem Unfall häufig gar nicht oder nur ungenau ihren Aufenthaltsort angeben. Die Ortungsplattform der Björn-Steiger-Stiftung unterstützt dabei die Rettungskräfte. Seit November vergangenen Jahres kann die Hälfte aller Leitstellen der Notrufnummer 112 direkt auf die Ortungsplattform zugreifen. Die übrigen Leitstellen können derzeit über die Leitstelle des Roten Kreuzes in Balingen Notfall-Ortungen durchführen lassen.
Bislang haben sich 500.000 Menschen bei der Ortungsplattform der Björn-Steiger-Stiftung aufnehmen lassen. Dank der Registrierung funktioniert die Ortung im Notfall deutlich schneller. Bei einer Ortung über die Funkzelle wird der Funkmast ermittelt, indem das Handy eingebucht ist. Somit kann die Position des Hilferufenden eingegrenzt werden. Durch die Registrierung weiß die Stiftung den Mobilfunkbetreiber des Anrufers und erhält die Standort-Daten direkt beim jeweiligen Netzbetreiber. Somit müssen nicht erst alle vier Netze abfragt werden. Die Stiftung zahlt pro Ortungsanfrage an die Mobilfunkbetreiber, den Dienst selbst stellt sie aber allen Bürgern und Leitstellen der Notrufnummer 112 kostenlos zur Verfügung.
Kostenlose Registrierung
Insgesamt hat die Björn-Steiger-Stiftung für den Aufbau der Ortungsplattform nach eigenen Angaben 3,5 Millionen investiert und gibt pro Jahr mehr als 2,5 Millionen Euro für den laufenden Betrieb aus. Eine Registrierung für die kostenlose Handyortung im Notfall kann telefonisch unter der gebührenfreien Nummer 0800-10 11 599 oder im
Internet erfolgen. Unterstützt wird die Aktion unter anderem von den vier Mobilfunknetzbetreibern in Deutschland.
Stefan Hagedorn