Mittwoch, 11.04.2007 11:16

Google Earth zeigt zerstörte Dörfer in Darfur

aus dem Bereich Computer
Google Earth will nicht nur Satellitenbilder zeigen, sondern auch aufklären. Aktuell rückt der Internet-Riese die sudanesische Krisenregion Darfur ins Licht der Öffentlichkeit. Google hat zusammen mit dem US Holocaust Memorial Museum in Washington das Projekt "Crisis in Darfur" gestartet, mit dem das gesamte Ausmaß der Zerstörung in Google Earth sichtbar wird. Mehr als 200 Millionen Google Earth-Nutzer können die Bilder jetzt abrufen und so laut Google den Genozid, der in Darfur geschehen ist, visualisieren und besser verstehen.

Anzeige
Fotos und Augenzeugenberichte

Das Holocaust-Museum hat Fotos, Videos und Augenzeugenberichte bereit gestellt, die unter anderem von der Museums-Seite herunter geladen werden können. Die zusätzlichen Layer werden als eine zweite Ebene in Google Earth eingefügt. Wird das Programm danach aufgerufen, sind auf dem virtuellen Erdball große Teile Zentralafrikas orange eingefärbt.

Zoomt der Betrachter näher an die orange unterlegten Gebiete heran, so erscheinen verschiedene Symbole. Kleine Flammen etwa symbolisieren mehr als 1.600 beschädigte und zerstörte Dörfer, Satellitenfotos dokumentieren das gesamte Ausmaß des Schreckens. Flüchtlingscamps werden angezeigt und Fotos sollen über Menschenrechtsverstöße aufklären. Wer sich darüber hinaus informieren möchte, findet zudem Links, die zu weiterführenden Internetseiten leiten.

Earth_Darfur_klein.jpg
Darfur: Bilder des Schreckens bei Google Earth.
In Darfur herrscht seit Jahren Krieg. 2003 begann die sudanesische Regierung mit verbündeten Milizen in der Region Rebellenaufstände niederzuschlagen. Seitdem wurden hunderttausende Menschen ermordet und mehr als zwei Millionen vertrieben. Die genaue Opferzahl ist nicht bekannt, denn die sudanesische Regierung hat entsprechende Untersuchungen unterbunden. "Der einzige Weg, das Töten in Darfur zu stoppen, ist es, die Menschen zu informieren", sagte Darfur-Flüchtling und Rot-Kreuz-Mitarbeiter Dawud Salih der Nachrichtenorganisation afp.

Weitere Projekte folgen

Darfur soll aber nicht das einzige Krisengebiet bleiben, über das Google Earth aufklären will. Google plant in Zusammenarbeit mit dem Holocaust-Museum weitere Projekte in der Reihe "Genocide Prevention Mapping Initiative", die Bürger über Genozide informieren sollen. Das Museum kündigte an, als nächstes Projekt einen ähnlichen Layer über die Holocaust-Geschichte zusammenzustellen.
Denise Bergfeld
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
Mobilfunk Provider
Neben den vier großen Netzbetreibern gibt es zahlreiche Mobilfunk Discounter Angebote - auch Billigmarken der Provider wie beispielsweise Simyo von E-Plus. Den Überblick zu behalten wird immer schwerer.
Dafür haben einige der Anbieter zusätzlich günstige Handys ohne Vertrag, vom Klapphandy bis hin zum Touchscreen Handy, im Angebot.
Internet per VDSL
Die DSL-Anbieter rüsten auf:
Mit ihren VDSL Angeboten bieten die Provider Highspeed-Internet mit bis zu 50 Mbit/s in vielen Gebieten.
Jetzt T-Home VDSL Verfügbarkeit prüfen oder den Ausbau von 1und1 VDSL, Alice VDSL und Vodafone VDSL checken.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs