Neuer Großauftrag für den schwedischen Telekommunikationskonzern Ericsson: der Mobilfunkkonzern Vodafone hat das schwedische Unternehmen mit der Lieferung von Ersatzteilen für mehrere europäische Vodafone-Tochtergesellschaften beauftragt.
Teil der Kosten-Einsparungen
Demnach soll Ericsson künftig die Lagerhaltung, die Reparatur und den Austausch von Ersatzteilen für die klassischen GSM- und
UMTS-Netze der ausgewählten Vodafone-Unternehmen übernehmen. Zurzeit betreibe jede Tochtergesellschaft einen eigenen Ersatzteil-Bereich. Der Großauftrag sei somit ein Teil der Vodafone-Strategie zur Kostensenkung. Die Übereinkunft trete im April in Kraft und die Umsetzung soll im Laufe des Jahres erfolgen. Zum aktuellen Zeitpunkt umfasst das Abkommen die Vodafone-Gesellschaften in Deutschland, Spanien und Portugal. Bis der Vertrag in die Tat umgesetzt wird, könne der Konzern den Auftrag jedoch noch auf weitere europäische Länder ausweiten.
Zum genauen Auftragsvolumen machte Ericsson keine Angaben. Das Unternehmen sprach jedoch von einem "Multi-Millionen-Euro-Deal". In Deutschland ist Vodafone mit der Netzauslagerung nicht allein. E-Plus hatte die Netzwartung im März an Alcatel-Lucent
vergeben. So sollen die Netzkosten um 20 Prozent pro Jahr sinken.
Saskia Brintrup