Britische Internet-Kunden vergeuden ganze Tage im weltweiten Datennetz. Vor allem handelt es sich dabei um Männer, wie eine Umfrage ergab, die im Auftrag von moneysupermarket.com erstellt wurde. Demnach gestanden zwei Drittel der Befragten ein, dass sie sich gelegentlich bei der Trend-Beschäftigung "wilfing" ertappen, dem sinnlosen Surfen im Internet, das anschließend kaum Spuren im Gedächtnis hinterlässt.
Wo surfen sie denn?
Diese Zeit summiert sich auf durchschnittlich zwei Tage im Monat. Der Begriff "wilfing" ist aus den Anfangsbuchstaben von "(what) was I looking for" zusammengezogen. Ein Viertel der Befragten gab an, ein Drittel oder mehr der gesamten Internet-Surfzeit ohne jeden benennbaren Erkenntnisgewinn zu verbringen. "Das Internet wurde entwickelt, um den Menschen den Zugang zu Informationen zu erleichtern", sagte Studienleiter Jason Lloyd. "Unsere Studie zeigt indes, dass die Leute sich mit einem bestimmten Ziel ins Netz einklinken, angesichts der vielfachen Ablenkungen aber völlig vergessen, wonach sie eigentlich suchten und stundenlang mit wilfing beschäftigt sind."
"wilfing" als Beziehungs-Killer
Ein Drittel der Männer gab an, dadurch werde ihre Partnerschaft beeinträchtigt - vermutlich auch deswegen, weil ein Fünftel sich von Sex- und Porno-Websites berieseln lässt. Die Studie wurde vom Institut YouGov erstellt und berücksichtigt Antworten von 2400 Erwachsenen.
Aleksandra Leon
/ afp