Mittwoch, 11.04.2007 12:23

Top Spin 2 im Test: Filzballkarriere mit Hindernissen

aus dem Bereich Computer
Von Hayo Lücke
top spin 2 packshot Auch wenn in Deutschland immer mehr Tennishallen zu Indoor-Fußballzentren umgebaut werden, erlebt der "weiße Sport" rund um die gelbe Filzkugel in diesen Tagen eine Art Wiederauferstehung. Grund sind die Erfolge des deutschen Davis-Cup-Teams. Bis ins Halbfinale hat es die Nationalmannschaft in diesem Jahr bereits geschafft und schnuppert an einer neuen Erfolgsgeschichte, die stark an vergangene Zeiten um Boris Becker, Michael Stich und Co. erinnert. Wer selbst nicht nur auf dem Court, sondern auch am PC den Schläger in die Hand nehmen möchte, kann sich mit "Top Spin 2" aus dem Hause Aspyr ein PC-Spiel auf den heimischen Computermonitor zaubern, bei dessen Entwicklung vor allem Wert auf Realitätsnähe gelegt wurde.

Für den Einstieg in die Welt der Tennisprofis sind neben 4,5 Gigabyte freiem Festplattenspeicher eine 3D-Grafikkarte und ausreichend Arbeitsspeicher notwendig. Mit mindestens einem 512 Megabyte großen RAM-Baustein sollte der PC bestückt sein. Darüber hinaus ist für echten Spielgenuss ein Gamepad mit acht Tasten oder mehr zu empfehlen. Zwar ist auch eine Steuerung über die PC-Tastatur möglich, doch echter Spielspaß kommt wegen der dann komplizierten Menüführung nicht auf. Auch die Steuerung des Spielers auf dem Tennisplatz erweist sich über die Tastatur als sehr kompliziert.

top_spin_2_federer
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Mit dem Schläger in der Hand durchstarten

Wer einfach nur ein paar lockere Bälle schlagen möchte, kann unmittelbar nach Spielstart in ein Einzel- oder Doppelmatch starten. Zur Auswahl stehen insgesamt 24 verschiedene Tennis-Asse wie Roger Federer, Tommy Haas, Maria Sharapova oder Venus Williams. Optisch stimmt das Erscheinungsbild der virtuellen Topspieler zwar nicht immer, dafür wurden die technischen Bewegungsabläufe der einzelnen Spieler stark an das leibliche Original angepasst. Das wird insbesondere bei den unterschiedlichen Aufschlagtechniken sehr deutlich.

Eines wird schon beim lockeren Spielchen zwischendurch schnell deutlich: Die Entwickler des Spiels haben wenig Wert darauf gelegt, dass der Computer vom Spieler leicht zu besiegen ist. Schon in der einfachsten Spielstufe scheucht der Gegner den eigens gesteuerten Tennisprofi ordentlich über den Platz und pfeffert den ein oder anderen Ball mit einer Präzision, die sich gewaschen hat, auf die Seiten- beziehungsweise Grundlinie. Ohne perfektes Timing und das frühzeitige Erahnen der nächsten Aktion des Gegners kann teilweise sogar schon frustrierende Grundstimmung am PC aufkommen.
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