Dienstag, 10.04.2007 12:40

Sansa Connect: MP3-Player befüllt sich drahtlos

aus dem Bereich Computer
Apple und seinem iPod Marktanteile abzujagen, haben schon zahlreiche Unternehmen versucht und sind bisher ausnahmslos gescheitert. Erst am gestrigen Montag gab Apple bekannt, mehr als hundert Millionen iPods verkauft zu haben - ein Rekord. Doch nun folgt ein weiterer Angriff auf Apples Marktmacht: Yahoo, SanDisk und Zing Systems versuchen gemeinsam, dem iPod Konkurrenz zu machen. Der neue "iPod-Killer" ist ein kleiner MP3-Player, mit dem die Nutzer ihre Musik drahtlos aus dem Internet herunter laden können. Eine solche Funktion fehlt den iPods bisher noch.

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Mit dem kleinen Player namens "Sansa Connect" können sich die Nutzer auch unterwegs neue Songs herunter laden. Das Gerät verbindet sich über WLAN-Hotspots mit dem Internet. Das Musikportal kommt vom Partner Yahoo, für 11,99 US-Dollar gibt es unbegrenzten Zugriff auf mehr als zwei Millionen Songs, die allerdings nur für begrenzte Zeit gemietet werden können. Der Sansa Connect besitzt eine Speicherkapazität von vier Gigabyte, das reicht für rund 1.000 Songs, und kann zusätzlich mit einer microSD-Karte erweitert werden.

Internet-Radio empfangbar

Die Unternehmen kündigten außerdem an, dass mit dem Sansa Connect per WLAN auch Internet-Radiosender empfangen und Bilder herunter geladen werden können. Der neue Player besitzt ein 2,2-Zoll großes TFT-Display und soll 250 US-Dollar kosten. Er wird zusammen mit einem Netzteil, einem USB-Kabel, Kopfhörern und einer Schutzhülle geliefert. Wird er mit einem Rechner verbunden, so müssen das Betriebssystem Windows XP mit Service Pack 2 oder Windows Vista und der Windows Media Player 10 oder 11 installiert sein.

Sansaconnect.jpg Mit der neuen Kooperation imitieren die Unternehmen das Erfolgsmodell von Apple: MP3-Player und Musikportal sind eng verzahnt und sollen reibungslos miteinander funktionieren. Ob damit der große Erfolg der iPods gebrochen werden kann, ist allerdings fraglich. Derzeit hat SanDisk einen Marktanteil von rund neun Prozent, während Apple auf rund 73 Prozent kommt.

Der aktuelle Trend ist dennoch klar ersichtlich: Immer mehr MP3-Player-Hersteller setzen künftig auf drahtlose Verbindungen. Bleibt die Frage, wie lange Apple noch wartet, bis die iPods auch kabellos Songs vom iTunes-Portal laden können. Mit dem iPhone, das im kommenden Juni erhältlich sein soll, ist dies Ankündigungen zufolge zwar möglich, das Gerät kostet allerdings auch satte 499 US-Dollar in der 4- und 599 Dollar in der 8-Gigabyte-Version. Konkurrent Microsoft spendierte seinem Zune-Player bereits eine drahtlose Anbindung und auch Archos hat schon einen Multimedia-Player auf den Markt gebracht, mit dem über WLAN unterwegs auf das Internet zugegriffen werden kann.
Denise Bergfeld
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