Die Ursache für den Ausfall des Satelliten-Navigationssystems GPS im vergangenen Dezember ist offenbar gefunden. Nach Erkenntnissen eines Forscherteams war eine heftige Eruption auf der Sonne die Ursache.
Eruptionen löst Sonnensturm aus
Das auch als Sonnensturm bezeichnete Phänomen war auf GPS-Empfängern deutlich spürbarer als erwartet. Durch die Eruption entstandenen Radiowellen haben einen großen Frequenzbereich abgedeckt und den Empfang der Positionsdaten kurzzeitig unmöglich gemacht. Bislang war bekannt, dass durch Sonnenstürme Satelliten gestört werden können. Der Effekt im Dezember sei aber bis zu zehn Mal stärker gewesen als bisher gemessen. Das sagte der Professor an der Cornell University, Paul Kintner, der Nachrichtenagentur Reuters.
Die massiven Materie-Ausbrüche hatten zu starken elektromagnetischen Störungen geführt, die fast alle Navigationssysteme auf der von der Sonne angestrahlten Erdhalbkugel außer Gefecht setzten. Unklar ist noch, wie oft sich ein solches Phänomen in Zukunft wiederholen könnte. GPS war ursprünglich für eine rein militärische Nutzung entwickelt worden, inzwischen nutzen aber auch Wissenschaftler und Privatpersonen das Navigationssystem.
Stefan Hagedorn