Der internationale Handel mit Internet-Domains ist im vergangenen Jahr um 102 Prozent gestiegen. Diese Zahl stellt die weltweite Domain-Börse
Sedo in ihrem Jahresbericht vor.
Handelsvolumen nahezu verdoppelt
Grundlage der Studie über das Handelsvolumen am Domain-Markt sind die Sedo-Verkaufszahlen sowie Erkentnisse des Branchenblattes DNJournal. Im vergangenen Jahr wurden knapp 97 Millionen US-Dollar für Domains ausgegeben, ein Jahr zuvor waren es 48 Millionen US-Dollar. Damit hat sich das Handelsvolumen weltweit verdoppelt. Alleine über Sedo wurden mit 17.850 Domains etwa 68 Prozent mehr Internetadressen verkauft als im Vorjahreszeitraum. Die Handelspreise für registrierte Domains sind durchschnittlich um knapp vier Prozent gestiegen.
Die erst im April vergangenen Jahres eingeführte Top-Level-Domain .eu erzielte vor .de, .org, .net und .info die höchsten Erlöse. Unangefochten an der Spitze steht nach wie vor die Top-Level-Domain .com mit einer Steigerung um 96 Prozent auf knapp 18 Millionen Euro. Um rund 25 Prozent gesunken sind die Preise für Domains mit der Endung .biz.
Umsätze übertreffen Registrierungskosten
Nach Informationen von Sedo liegen die Umsätze im Domain-Geschäft im vergangenen Jahr um ein Vielfaches höher als die Registrierungskosten bei DENIC. Für "Domain-Spekulanten" wurde im laufenden Jahr eine "Kaufempfehlung" für .info und .de-Domains abgegeben, eine "Verkaufsempfehlung" gilt für .biz, .cc, .ws. und .tv. Diese exotischen Domains werden weltweit vermarktet, können aber mit der Popularität der etablierten Top-Level-Domains nicht mithalten.
Stefan Hagedorn