Den ersten Beta-Test hat der neue Windows Home Server von Microsoft nicht bestanden. Er ist als File-Server in Heimnetzwerken vorgesehen. Bislang wurden mehr 2.400 Programmfehler berichtet, von denen die Entwickler bisher nur einen Teil beseitigen konnten.
Zahlreiche Fehlerberichte eingegangen
Neben den Fehlerberichten wurden insgesamt rund 3.400 Verbesserungsvorschläge von den Beta-Testern eingereicht. Bisher hat das Entwickler-Team aber etwa 1.200 Hinweise noch nicht bearbeitet, darunter etwa 500 Fehlerbeschreibungen. Derzeit läuft die öffentliche Testphase der Beta-Version 2.
Der Windows Home Server ist als Medien-Server in Heimnetzwerken konzipiert. Er soll beispielsweise die Aufgaben einer Datenquelle für Multimedia-PCs und andere Wiedergabegeräte übernehmen. Dabei wird auf die Entwicklung des Windows Server 2003 aufgebaut. Er wird bereits seit einigen Jahren in lokalen Netzwerken als File-Server für die Bereitstellung von Datendiensten und Multimedia-Inhalten genutzt. Auch eine regelmäßige Datensicherung ist auf diesem Weg möglich.
Auslieferung im zweiten Halbjahr
Das Microsoft-Team berichtet in einem Blog namens "Entomophobia" über die aktuellen Entwicklungen. Die spezielle Windows-Version soll nur an Hardware-Hersteller ausgeliefert werden. Ein Vertrieb über den Handel ist nicht geplant. Diese werden nur Komplettpakete mit einer OEM-Version der Windows Home Server-Software vertreiben. Als Beispiel für die Home-Entertainment-Server gilt der Hersteller HP mit seinem "Mediasmart Server". Verkaufsbeginn soll in der zweiten Jahreshälfte sein.
Stefan Hagedorn