Der Smartphone-Hersteller
Research in Motion (RIM) will nach Geschäftskunden nun auch Privatkunden für die so genannten
Blackberry begeistern. Eine multimediale Vielfalt über Spieleangebote sowie MP3- und Videoplayer soll Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Smartphones sind Handys, die E-Mail-Empfang und andere "Bürodiensten" in einem Gerät vereinen.
Privatkunden mit Potenzial
Die bisher vernachlässigten Privatkunden sollen von RIM nun verstärkt umworben werden, berichtet das "Handelsblatt". RIM-Vorstand Donald Morrison sagte kürzlich der "Financial Times Deutschland", der Privatkundenmarkt biete zehn Mal mehr Potenzial als im Geschäftskundensegment. Zusätzliche Funktionen, ein modernes Design, mehr Services und eine vereinfachte Bedienung sollen den Blackberry attraktiver machen. Die jüngsten Modelle
Blackberry 8800 und
Blackberry Pearl werden in Deutschland von
T-Mobile und
Vodafone angeboten. Beide haben einen integrierten Musik- und Videospieler, ein GPS-Modul ist zusätzlich ein Navigationsgerät ist im 8800 eingebaut. Das französische Unternehmen Gameloft will eine umfangreiche Spielepalette für RIM-Geräte beisteuern.
Stetiges Wachstum
Weltweit zählt Research in Motion acht Millionen Kunden, alle im vierten Quartal des letzten Jahres kam etwa eine Million hinzu. Das im Herbst auf den Markt gekommene Modell Pearl soll ein Hauptgrund dafür sein. Das Ungleichgewicht zum reinen Mobilfunkmarkt wird deutlich, wenn man den Verkauf von einer Milliarde Handys im selben Zeitraum betrachtet.
Als erstes Unternehmen hatte RIM im Jahr 1999 ein Mobilfunkgerät vorgestellt, auf das E-Mails automatisch weitergeleitet werden konnten. Nicht nur dieser E-Mail Push-Dienst bereiteten den Weg für die bis heute bestehende Marktführerschaft von Blackberry bei Smartphones.
iPhone deutlich teurer als Blackberry
Analysten sehen durch die RIM-Pläne Apples
iPhone bedroht. Das Gerät soll in der zweiten Jahreshälfte in den USA und in Europa seine Premiere feiern. In Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag soll es bis zu 600 Dollar (umgerechnet rund 450 Euro) kosten. Das Blackberry 8800 ist mit rund 200 Euro deutlich günstiger. Aber auch der finnische Hersteller
Nokia könnte Blackberry Konkurrenz machen. Die eigene Business-Plattform der Finnen im Bereich mobile Navigation konnte sich erfolgreich im Markt etablieren.