Wer auf dem Land wohnt, hat es nicht leicht: Wenig Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten, selten ist mal so richtig was los und vor allem: Es gibt so gut wie kein
Breitband-Internet.

Während in den Ballungsgebieten die Nutzer die Qual der Wahl haben, leben die meisten Menschen in ländlichen Regionen noch in der DSL-Wüste. Eine echte Alternative stellte
Probstei Telekom auf dem
Webhostingday 2007 vor. SAT-DSL, zumal wenn es mit
VoIP kombiniert wird, ist nach Ansicht von Geschäftsführer Wolfgang Bauer eine echte, wenn nicht sogar die einzige
DSL-Alternative. Wir haben mit ihm gesprochen, was Verzweifelte tun können, um endlich auch in ihrem Dorf Breitband-Internet genießen zu können.
Wolfgang Bauer, Geschäftsführer Probstei Telekom
onlinekosten.de: Herr Bauer, ist Ihrer Meinung nach SAT-DSL tatsächlich eine echte Alternative zum kabelgebundenen DSL?
Bauer: Ja und zwar die einzige Alternative nach unserer Meinung. Andere Angebote dienen lediglich dazu, von einem festen Kabelanbindungs-Punkt aus ersatzweise eine weitere Strecke zu überbrücken, auf der eine Versorgung per Kabel nicht möglich ist. Dazu zählen beispielsweise WiMAX, Richtfunk oder auch WLAN. Das heißt, die eigentliche Internet-Anbindung ist nach wie vor terrestrisch über Kabel. Im Gegensatz zu unserer Lösung, weil wir völlig unabhängig vom Kabel sind. Wir gehen direkt über Satellit und sind deswegen, denke ich, die wirklich alternative Anbindungstechnik.
onlinekosten.de: Sie sehen Ihr Produkt also nicht als Konkurrenz zu WiMAX und Co.?
Bauer: Nein, überhaupt nicht. WiMAX ist eigentlich eine Technik, die Kabelstrecken ersetzt und bis zu 50 Kilometer weit reicht. Aber es ersetzt nicht den Zugang zum Internet, der erfolgt an irgendeinem Punkt der Strecke wieder über Kabel. WiMAX ersetzt also nur streckenweise das Kabel. Vor Ort werden diese WiMAX-Übertragungen dann in der Regel per WLAN an die Endkunden verteilt, so dass sie sich dann im Ort mit einer Funkkarte und ihrer Zugangsberechtigung irgendwo einwählen können.
onlinekosten.de: Was brauche ich als Kunde, um ihr Angebot nutzen zu können?
Bauer: Wir bieten keine so genannte Hotspot-Technik an, wo Kunden sich einwählen können egal wo sie sind und über irgendwelche Zugangsparameter, die sie von uns bekommen. Unsere Anbindung ist gezielt auf Anwender ausgerichtet, die beispielsweise in einer Gemeinde wohnen und dort keinen DSL-Anschluss bekommen. Wir können dann über eine zentrale Satellitenantenne diesen Nutzern die Möglichkeit geben, per Breitband-Technik ins Internet zu gehen. Das geht aber nicht von unterwegs aus, weil die Kunden von uns die Genehmigung und genaue Ausrichtung auf die Antenne brauchen, sonst funktioniert das nicht.