Der Internet-by-Call Provider
surfdirect hat im Februar für den Tarif Eco in der Zeitzone von 23 und 24 Uhr offenbar zuviel abgerechnet.
330-fache Kosten
So berichteten mehrere Leser von onlinekosten.de, die den Tarif Eco genutzt haben, über zu hohe Abrechnungen im Zeitfenster von 23 bis 24 Uhr. Zum Dienstag, 6. März, hatte der Anbieter die Minutenpreise geändert, die Abrechnungspanne betrifft also die alte Preisliste. Demnach kostete eine Minute zwischen 23 und 24 Uhr im Eco-Tarif 0,03 Cent. Berechnet wurde jedoch mit 9,9 Cent das 330-fache des eigentlichen Preises. Am 28. Februar hat der Provider offenbar wieder den korrekten Minutenpreis von 0,03 Cent berechnet. Der Redaktion liegen entsprechende Einzelverbindungsnachweise vor.
"Nicht bekannte Einzelfälle"
Wie ein Leser berichtet, hat surfdirect per E-Mail zugegeben, dass zwischen dem 13. und 27. Februar die Beträge falsch abgerechnet wurden. Auf Nachfrage von onlinekosten.de war der Provider jedoch zu keiner Stellungnahme bereit und ging allen Fragen aus dem Weg. Dazu "dürfe" man nichts sagen, hieß es. Wer jedoch eine zu hohe Abrechnung erhalten hat, solle sich per E-Mail oder telefonisch an den Provider wenden und würde dann eine Gutschrift erhalten. Ein indirektes Schuldeingeständnis? Nein, denn am heutigen Freitag teilte man uns Folgendes mit: "Sie werden sicherlich Verständnis dafür haben, dass wir keine generellen Aussagen zu uns nicht bekannten Einzelfällen treffen können."
Eine automatische Rückzahlung erfolgt in jedem Fall nicht. Allen Nutzern, die sich in diesem Zeitraum über den Tarif Eco eingewählt und eine ungewohnt hohe Rechnung erhalten haben, sei also geraten, einen Einzelverbindungsnachweis anzufordern und die Beträge genau zu überprüfen. Falls der Abrechnungsfehler von 9,9 Cent vorliegt, sollte der Betrag per Anruf der Hotline oder per E-Mail an den Support von surfdirect reklamiert werden.