Diese Nachweise machen auch weiterhin Kopfzerbrechen: Das BfS geht davon aus, dass Strahlen innerhalb der festgelegten Grenzwerte keine Schädigungen auslösen. Doch da es das Handy noch nicht sehr lange gibt, ist die Langzeitwirkung bei Dauertelefonierern noch nicht bekannt. Deshalb sollte auch dem Strahlenschutzamt zufolge jeder Handy-Nutzer einige Grundregeln einhalten, um die Belastung zu minimieren.
Fasse dich kurz!
Besonders wichtig sei es, nicht bei schlechtem Empfang zu telefonieren, da das Handy dann mit voller Kraft sende, erläutert Emrich. Auch sollte jeder beim Kauf eines Handys dessen SAR-Wert (Spezifische Absorbtions Rate) überprüfen, der möglich niedrig sein solle. Eine Tabelle gibt es auf der Webseite des BfS. Die Verwendung von Freisprechanlagen sei ebenfalls empfehlenswert, um das Gerät vom Kopf fernzuhalten. Überhaupt sollten Gespräche, die per Festnetz geführt werden könnten, nicht mit dem Handy geführt werden.
All diese Maßnahmen sind wirksamer und kostengünstiger als die angebotenen Wunderprodukte. Dies gilt vor allem für eine Weisheit, die so alt ist wie das Telefonieren: Fasse Dich kurz!
Hayo Lücke
/ afp