Samstag, 17.03.2007 17:32

Trend Micro schnürt Malware die Luft ab

aus dem Bereich CeBIT
Das Sicherheitssoftware-Unternehmen Trend Micro hat anlässlich der CeBIT eine neue Technik zur Bekämpfung von Malware vorgestellt. Bei kommenden Produkten setzen die Entwickler nicht mehr nur auf Viren-Signaturen, sondern sucht auch nach bestimmten URLs, die Würmer oder Rootkits anfordern, um Daten aus dem Internet nachzuladen.

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In einer Online-Datenbank speichert Trend Micro fortan alle IP-Adressen, die in Malware auftauchen oder verdächtigt werden, zur Verbreitung von Spam oder Malware beizutragen. Laut Trendscan befinden sich bereits mehrere Millionen IP-Adressen in der Datenbank. Die entsprechenden Webseiten werden darin nach Kriterien wie Inhalten, Spam-Versand, und Verweildauer auf dem Server analysiert und die Vertrauenswürdigkeit eingestuft. Möchte mögliche Schadsoftware Dateien von als kritisch eingestuften IP-Adressen aus dem Internet nachladen, kann sie so von der Sicherheits-Software erkannt werden.

Kostenlos stellt Trend Micro das Programm TrendProtect auf der Webseite bereit. Hier wird der Internet-Surfer gewarnt, wenn er auf eine Seite mit möglicher Schadsoftware zugreifen möchte, die in der Datenbank von Trend Micro geführt wird. Aktuell gibt es immer wieder Fälle von eigentlich seriösen Seiten, die gehakt wurden und beim Aufruf dem Surfer Malware wie Würmer, Keylogger oder Rootkits unterjubeln wollen. Ebenfalls heimtückisch ist die Variante, in der Internet-Kriminelle Musik oder Videos, etwa bei myspace.com, zum Download stellen, die zum Abspielen angeblich einen speziellen Codec benötigen. Passend dazu stellen die Macher eine Webseite online, auf den man den scheinbaren Codec herunterladen kann. Hinter dem Codec verbirgst sich dann Malware, die der Nutzer unwissend auf seinen Computer lädt und ausführt.

Kostenlos nutzbar

TrendProtect gibt es in der Beta-Version kostenlos, außerdem bietet Trend Micro eine neue Version der Anti-Spyware HijackThis zum kostenlosen Download.
Klaus Wiesen
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