Auch zu den Preisen sind noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen. "Wir müssen warten, was der Markt bringt, aber 100 Euro werden die Kunden sicherlich nicht zahlen wollen", sagte Grodd. Arcor peile an, verschiedene Pakete zu schnüren.
Rund zehn Euro
Das Basis-Paket solle den IPTV-Zugang und das Free-TV enthalten. "Wir denken hier über einen Preis um die zehn Euro nach", verriet Grodd. Neben dem Free-TV-Paket soll es Pay-TV-Angebote und Video-On-Demand geben. Doch je größer die geschnürten Pakete, desto höher auch die Gebühr: Ein Premium-Paket weit oben werde preislich knapp unter dem dreistelligen Bereich liegen, verriet das Unternehmen.
Arena und Premiere nicht dabei
Die Verträge mit den Pay-TV-Anbietern seien bereits geschlossen. Mit den öffentlich-rechtlichen Sendern werde derzeit noch verhandelt. "Wir befinden uns auf der Zielgeraden", sagte Wirnitzer. Die Bezahlsender Arena und Premiere werden zum IPTV-Start allerdings nicht über Arcor erhältlich sein. Arcor will die Kunden unter anderem mit einem elektronischen Programmführer und einer neuen Timeshift-Funktion überzeugen. Für den Programmführer kooperiert das Unternehmen mit der Programmzeitschrift "TV-Movie".
Elektronischer Programmführer
"Wir erhoffen uns sehr viel von dem Projekt", so Christoph Falke vom Bauer-Verlag. Allein die eingebaute Rückkanalfähigkeit berge ein großes Potenzial. "Doch bei 120 verschiedenen Sendern geht schnell die Übersicht verloren", erläutert Falke. TV-Movie wird unter anderem mit ihren Programmbewertungen bei der Auswahl helfen. Nutzer sollen mit dem elektronischen Programmführer auch nach einzelnen Schauspielern suchen können. Später sollen auch noch Trailer integriert werden. Mit der Timeshift-Funktion kann der Kunde während einer Sendung mit einem Knopfdruck von vorne starten, wenn er beispielsweise zu spät nach Hause kommt und das Programm schon begonnen hat.
Denise Bergfeld