Wie die Berliner Zeitung in der Online-Ausgabe vom heutigen Donnerstag berichtet, können die Bundesbürger demnächst - nach dem Vorbild der Notrufnummern für Polizei und Feuerwehr – auch alle anderen Behörden Deutschlands unter einer zentralen Telefonnummer, der 115, erreichen.
Anfragen auch per SMS
Dem Bericht zufolge können die Bürger künftig alle Arten von Anfragen, beispielsweise die Beantragung eines Gewerbescheins, an Ämter in Bund, Ländern und Gemeinden über diese Telefonnummer stellen. Zusätzlich sollen auch Kontaktaufnahmen der Bürger per E-Mail, SMS oder Fax mit einbezogen werden. Binnen weniger Sekunden soll eine Verbindung zu einem Call-Center vor Ort hergestellt werden, der die Anfrage selbst beantwortet oder den Anrufer an die zuständige Behörde weiterleitet.
Identifikationsnummer
Wie die Berliner Zeitung weiter berichtet, soll jeder Vorgang eine Nummer zur Identifikation erhalten. So sollen die Bürger die Bearbeitung ihrer Anfrage verfolgen können. Die komplexe Netz-Infrastruktur für die Rufnummer wird vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fokus) entwickelt.
Flächendeckend bis 2012
Starten soll die neue Behörden-Hotline im Rhein-Main-Gebiet. Auch Schleswig-Holstein und Bremen würden bereits an der Einführung der Nummer arbeiten. Experten hoffen auf die flächendeckende Einführung der Rufnummer bis 2012.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ergriff im Dezember vergangenen Jahres die Initiative für das Projekt "ServiceLine 115". Auf der CeBit in Hannover soll nun ein detailliertes Konzept für die Rufnummer vorgestellt werden.
Saskia Brintrup