Sichtbar werden die angestrebten Änderungen auch in der Marken-Kommunikation. Statt vielen kleinen Untermarken sollen künftig zwei Kernmarken um Kunden werben.
T-Home wird für Angebote für zu Hause stehen,
T-Mobile für Angebote unterwegs. Fest stehe bereits, dass die Festnetzsparte T-Com durch T-Home ersetzt werde, unklar ist hingegen noch, was mit T-Online passieren wird. T-Systems bleibe im Geschäftskundenbereich bestehen, kündigte Obermann an. Derzeit arbeite ein Marketingteam noch an Details zum neuen Markenauftritt.
Mit Service punkten
Auch beim Kundenservice hat sich der Bonner Konzern hohe Ziele gesetzt: Im kommenden Jahr sollen die Service-Einheiten beispielsweise schnell erreichbar sein, 90 Prozent der Service-Termine sollen eingehalten und 80 Prozent der Kundenanliegen sofort erledigt werden. "Wir wollen vier von fünf Kundenanfragen beim ersten Kontakt lösen", sagte Obermann kämpferisch. Das Netz der T-Punkte soll im Jahresverlauf auf 786 Stück ausgebaut werden.
Bis zum Sommer neue Zweitmarke
Selbstkritisch zeigte sich der Telekom-Chef bei einem Blick auf das eigene Image bei jungen und preisbewussten Kunden. "Hier müssen wir etwas tun", sagte Obermann. So will der Bonner Konzern Jugendliche künftig mit einer unabhängigen Zweitmarke für sich gewinnen, die noch vor dem kommenden Sommer mit einem eigenen Auftritt, einfachen Angeboten sowie Festnetz- und Mobilfunk-Bündelpaketen zu - nach eigenen Angaben - äußerst wettbewerbsfähigen Preisen, überzeugen soll. Bis zum Jahr 2010 soll diese Marke eine Milliarde Umsatz pro Jahr machen. "Das Kommunikationsverhalten ändert sich, das müssen wir nutzen", so Obermann.
Auf dem Prüfstand stehen derweil Geschäftseinheiten, die laut Obermann nicht zur Strategie passen. Das sind die T-Systems-Einheit Media & Broadcast, ein Dienstleister für die Rundfunk- und Medienindustrie, DeTeImmobilien, Club Internet und Ya.com, also das Internetgeschäft in Frankreich und Spanien, zudem die Funktürme in Deutschland und den USA (Deutsche Funkturm GmbH und US Towers), und die verbleibenden Anteile in der Immobiliengesellschaft Sireo.
Denise Bergfeld und Hayo Lücke