Zusätzlich werden nach Angaben der Telekom bis Ende dieses Jahres rund 750 Städte mit schneller
ADSL2(+)-Technik versorgt werden. Dort soll dann unter anderem auch das IPTV-Angebot der Telekom bestellt werden können. Die Telekom spricht von 17 Millionen Haushalten, die auf diese Weise an das Internetfernsehen angeschlossen werden. Ziel ist es nach Angaben des Konzerns, bis zum Jahresende zehn Millionen der aktuellen DSL-Bündelangebote zu vermarkten und eine Million Kunden für den so genannten
Telekom-Vorteil zu gewinnen, bei dem Festnetz und Mobilfunkangebote kombiniert werden können.
Neue Märkte erschließen
Im Mobilfunksektor will die Telekom international weiter expandieren, nach eigenen Angaben gegebenenfalls auch in neuen Märkten und Regionen. Das Geld für eventuelle Zukäufe im Ausland, die derzeit geprüft werden, soll aus dem Verkauf nicht-strategischer Geschäftseinheiten kommen.
Obermann kündigte an, im Laufe dieses Jahres neue Produkte in den deutschen Markt einzuführen, wie das in den USA erfolgreiche MyFaves. Mit MyFaves können Mobilfunkgeräte personalisiert und auf der Benutzeroberfläche Symbole für bevorzugte Geschäftspartner eingerichtet werden. Gespräche zu diesen ausgewählten Personen sollen besonders günstig sein. Auch das web'n'walk-Angebot steht vor einem weiteren Ausbau. Obermann kündigte zudem "Sorglos"-Tarife für die mobile Datenübertragung an, ohne aber konkrete Details zu nennen. Diese sollen auf der CeBIT-Pressekonferenz am 14. März vorgestellt werden.
Wettbewerbsfähiger mit Sparprogramm
Alle neuen Projekte sind laut Obermann an ein Sparprogramm geknüpft, durch das die Telekom wettbewerbsfähiger werden soll. Eine Maßnahme auf diesem Weg ist, die Kostenstruktur zu verbessern. Im Kern stehe dabei der Netzumbau auf eine IP-basierte Technik, Konsolidierung der IT-Infrastruktur und Verbesserung des Kundenservice. Das Ziel sei, bis 2010 die Kosten gegenüber dem Jahr 2005 um rund 4,2 bis 4,7 Milliarden Euro zu reduzieren. Bereits dieses Jahr sollen die Kosten um zwei Milliarden Euro gesenkt werden. "Wir müssen reformieren, um das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig zu halten", sagte Obermann.
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