Die Deutsche Telekom AG will in den kommenden Jahren wachsen und den Verlust an Festnetzanschlüssen möglichst auf überschaubarem Niveau halten. Konzernchef René Obermann gab heute in Bonn bekannt, wie der rosa Riese künftig wettbewerbsfähiger werden will.
Kundenschwund befürchtet
Mit breitbandigen Angeboten für
Mobilfunk und Festnetz will die Telekom den Massenmarkt strategisch aufmischen. Das Ziel: Das Unternehmen soll durch Kombination verschiedener Techniken zum führenden Breitbandanbieter werden. "Wir wollen unseren Kunden schnellen und einfachen Zugang zu Kommunikation, Information und Unterhaltung bieten, zu Hause, unterwegs und bei der Arbeit", sagte Obermann bei der Vorstellung der neuen Strategie.
Gleichzeitig schränkte der Telekom-Chef aber ein: "Auch künftig werden wir Anschlüsse an Wettbewerber verlieren. Aber wir werden um jede Kundin und jeden Kunden mit besserem Service kämpfen." Laut Obermann wäre die Telekom "gut bedient", wenn die Kundenabwanderung auf dem Niveau vom vergangenen Jahr bleibe. Das würde bedeuten, dass der ehemalige Monopolist auch dieses Jahr etwa
zwei Millionen Festnetzanschlüsse an konkurrierende Festnetz-, Mobilfunk- oder
VoIP-Anbieter verlieren würde. Die Angebote der Konkurrenz will die Telekom natürlich weiter im Auge behalten. "Wir werden nur soviel Preisabstand zum Wettbewerber zulassen, wie es die Kunden akzeptieren. Wir werden aber nicht Preisführer am Markt sein."
50 VDSL-Städte bis 2008
Konzentrieren und gezielt wachsen sei der geplante Weg für die kommenden Jahre. 1,5 Millionen IPTV-Kunden will die Telekom bis zum Jahr 2010 unter Vertrag nehmen. Noch in diesem Jahr will der Bonner Konzern mehr als 40 Prozent aller Neukunden für sich gewinnen. Eine neue Medienplattform soll künftig dazu beitragen. Das
VDSL-Netz soll dazu bis zum kommenden Jahr in 50 Städten ausgebaut werden. Bislang sind zehn Großstädte wie Frankfurt/Main, Köln, Hamburg oder Berlin an das Glasfaser-Netz angeschlossen.
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